Stand: 21.10.2019 14:37 Uhr

Kein Konsens in der Klimadebatte

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Schnell handeln oder besonnen reagieren? Raina Ivanova und Fritz Vahrenholt sind da unterschiedlicher Meinung.

"Es reicht nicht, wenn man uns nur hört, man muss danach auch reagieren und etwas verändern," sagt Raina Ivanova. Die 15-jährige Bergedorferin ist wohl eines der prominentesten deutschen Gesichter der "Fridays for Future"-Bewegung. Fritz Vahrenholt dagegen, Manager und Ex-Umweltsenator, mahnt zur Besonnenheit in der Klimadebatte. Getrennt voneinander nahmen beide unlängst bei NDR 90,3 Stellung zum Klimawandel.

Hamburger Umweltaktivistin Raina Ivanona ist zu Gast bei NDR 90,3. Sie war zusammen mit Greta Thunberg in New York. © NDR Foto: Anna Rüter

Interview mit Raina Ivanova

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Die 15-jährige Raina Ivanova kämpft gegen den Klimawandel. Mit Greta Thunberg hat sie kürzlich bei den UN Beschwerde eingelegt. Die "Hamburger Greta" aus Bergdorf im Gespräch mit Nicole Steins.

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Klage bei der UN eingereicht

Ivanova reichte im September, gemeinsam mit Greta Thunberg und anderen, eine Beschwerde beim Kinderrechtsausschuss der UN ein. Sie klagen die UN-Mitgliedsstaaten an, nicht genug gegen den Klimawandel zu unternehmen. Ivanova fordert mehr Engagement seitens der Politik für das Klima: "Ich habe das Gefühl, wir werden noch nicht genug von den Politikern wirklich gehört."

Vahrenholt aber warnt in seinem Statement vor zu schnellen Schlüssen: "Die Panik, die jetzt verbreitet wird, führt die Politik zu Fehlern." Die Menschheit habe ein ganzes Jahrhundert Zeit, um die Energieversorgung umzustellen. Dafür bedürfe es weltweit vermehrter Forschung, man könne "doch nicht glauben, dass wir in Deutschland alleine dieses Thema lösen."

Appell an persönlichen Einsatz

Klimaaktivistin Ivanova fordert von jedem Einzelnen Engagement für das Klima: "Ich habe das Gefühl, dass selbst die, die so unglaublich viel tun, oft nicht genug tun." Sie hat auch bereits den elterlichen Haushalt umgekrempelt, Plastiktüten sucht man dort nun vergebens.

Fritz Vahrenholt, REpower © REpower

Fritz Vahrenholt im Interview

NDR 90,3 -

Fritz Vahrenholt war lange Umweltsenator in Hamburg, er war im Aufsichtsrat bei Shell, bei RWE und jetzt bei Arubis. Bei NDR 90,3 spricht er mit Anke Harnack über den Klimawandel.

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Fritz Vahrenholt ärgert sich über vermeintliche mangelnde Gesprächsbereitschaft der Protestierenden. In der Diskussion mit ihnen hofft er auf Konsens : "Ich muss ja nicht in allem recht haben, aber ich bin auch ziemlich sicher, dass diejenigen, die Alarm schlagen, mit Sicherheit nicht recht haben."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.10.2019 | 09:20 Uhr

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