Stand: 06.08.2020 12:14 Uhr  - NDR 90,3

Ärger über volle S-Bahnen trotz Corona

Die Klagen über die Hamburger S-Bahn wegen mangelndem Corona-Schutz häufen sich. Durch den Einsatz von Kurzzügen und die Sperrung von Rolltreppen ist es zuletzt teilweise zu größeren Menschen-Ansammlungen gekommen.

Volle Waggons in Kurzzügen

Eine volle Hamburger S-Bahn. © NDR Foto: Reinhard Postelt
17 Uhr am Bahnhof Altona: Menschen drängen sich in der S1.

So etwa am Mittwochabend gegen 17 Uhr am S-Bahnhof Altona, als bei vollem Bahnsteig in Richtung Wedel nur ein Kurzzug der S1 einrollte. Die HVV-Kunden pressten sich in die nur drei Waggons und standen dicht an dicht. Andere stiegen aus Eigenschutz nicht ein.

Wer den Bahnsteig verlassen wollte, geriet in den nächsten von der Bahn erzeugten Engpass: Beide Rolltreppen am Bahnsteig sind abgesperrt, weil gebaut wird. Die Treppe ist durch Schutzgitter noch auf nicht mal zwei Meter Breite eingeengt. NDR 90,3 Hörer beschweren sich über "unverantwortliche Zustände". Für Überfülle sorgte auch die zeitweise Einstellung der Linie S2 durch Signalstörungen - und am Donnerstagmorgen der Ausfall von Zügen der S1.

S-Bahn bittet um Verständnis

Abgesperrte Rolltreppe am Bahnhof Altona. © NDR Foto: Reinhard Postelt
Bauarbeiten an Rolltreppen in Altona sorgen für Engpässe.

Die S-Bahn Hamburg erklärte: Am Mittwoch sei mit zwei Polizeieinsätzen im Hauptbahnhof und einem blockierten Zug der S1 vieles zusammengekommen. Um die Fahrgäste möglichst schnell von den Bahnsteigen zu bekommen, habe man in Ohlsdorf auf das Zugkoppeln verzichtet und vier Kurzzüge fahren lassen. Und eine doppelte Rolltreppensperrung dürfe nicht passieren.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.08.2020 | 12:00 Uhr

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