Stand: 04.08.2018 08:40 Uhr

Abwärtsspirale in der Pflege überwinden

von Jörn Straehler-Pohl

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) steht nicht häufig in der Öffentlichkeit. In dieser Woche war das anders. Denn sie hat sich dafür stark gemacht, dass sich endlich etwas tut beim Pflegenotstand in den Krankenhäusern. Jörn Straehler-Pohl kommentiert.

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Jörn Straehler-Pohl kommentiert die Hamburger Gesundheitspolitik.

Nicht jeder Politiker will gerne mit Olaf Scholz verglichen werden - schließlich wirkt der ehemalige Hamburger Bürgermeister aus Sicht seiner Kritiker oft arrogant und unnahbar. Für Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks ist dieser Vergleich dagegen ein Kompliment. Denn sie schafft etwas, was nur wenige Landespolitiker schaffen: In der Bundespolitik ein wichtiges Wort mitzureden.

Volksinitiative macht Druck auf Prüfer-Storcks

Gezeigt hat sich das diese Woche. Auch auf ihren Druck hin bekommen Krankenhäuser jetzt Vorgaben, wie viele Pflegekräfte sie anstellen müssen. Allerdings steht die Senatorin in Hamburg dabei selber unter Druck. Denn Tausende unterstützen mit einer Unterschrift die Forderung einer Volksinitiative für mehr Pflegepersonal in den Hamburger Krankenhäusern. Jetzt also haben auch die Gesundheitspolitiker begriffen, dass Schluss sein muss mit dem Pflegenotstand in den Krankenhäusern.

Gesundheitspolitik als Überzeugungsarbeit

Dafür brauchen sie einen langen Atem, denn sie müssen es auch schaffen, Menschen wieder davon zu überzeugen, in der Pflege zu arbeiten. In einem Beruf, an dem jahrzehntelang gespart wurde und der deshalb immer stressiger wurde. Aus der Abwärtsspirale muss eine Aufwärtsspirale werden, sagt die Hamburger Gesundheitssenatorin. Wenn das gelingt, wäre das auch ihr Erfolg.

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NDR 90,3 | Der Hamburg-Kommentar | 04.08.2018 | 08:40 Uhr

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