Eine Fahrradfahrerin fährt auf einem Radweg im Herbst. © picture alliance / dpa Foto: Kevin Kurek

ADFC kritisiert zu rutschige Radwege in Hamburg

Stand: 27.10.2020 07:27 Uhr

In diesem Herbst reinigt die Hamburger Stadtreinigung zwar mehr als im vergangenen Jahr, dennoch rutschen immer wieder Radfahrer und Fußgänger auf Laub aus. Der ADFC übt Kritik.

Es gibt keine Statistik darüber, wie viele Radfahrende oder Fußgängerinnen und Fußgänger auf Laub ausrutschen und stürzen. Aber Hamburgs Orthopäden und Chirurginnen kennen diese Laub-Unfälle. Damit Menschen mit ihren Rädern nicht so stürzen, ist die Hamburger Stadtreinigung in diesem Jahr häufiger unterwegs.

In diesem Herbst schafft Hamburgs Stadtreinigung bisher 250 Kilometer Radwege. In der Innenstadt und auf den Radwegen nach Bergedorf und Harburg wird einmal die Woche Laub entfernt - mit Elektro-Laubbläsern oder kleinen Saugrüssel-Fahrzeugen.

Stadtreinigung arbeitet Laub-Beschwerden ab

In der Laubsaison sind laut Stadtreinigung bis zu 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Und derzeit gebe es nur sechs Beschwerden über nicht geräumtes Laub, die man sofort abarbeite, so ein Sprecher der Stadtreinigung.

Pilotprojekt: Einige Straßen werden häufiger geräumt

Doch: Blätter fallen nicht nur einmal die Woche. Nach massiver Kritik an rutschigen Radwegen im vergangenen Jahr, räumt die Stadtreinigung nun in einigen Straßen zweimal pro Woche zusätzlich Herbst-Laub von Radwegen. Dieses Pilotprojekt betrifft 30 Kilometer Strecke, etwa in der Bebelallee, Esplanade und Hasselbrook-Straße.

Dirk Lau vom ADFC meint zwar, die Stadtreinigung mache ihren Job gut. Es reiche aber nicht aus. Die Stadt müsse aber mehr Räumaufträge vergeben - für noch mehr Sicherheit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.10.2020 | 07:00 Uhr

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