Stand: 20.09.2018 13:00 Uhr

8,5 Jahre Haft für Vergewaltiger von Rissen

Das Hamburger Landgericht hat den Täter verurteilt, der im Februar eine 18-Jährige in Rissen überwältigt und vergewaltigt hatte. Der 21-Jährige kommt wegen besonders schwerer Vergewaltigung für achteinhalb Jahre in Gefängnis.

Auf dem Heimweg vergewaltigt

Im Februar dieses Jahres fuhr die junge Frau gegen vier Uhr morgens von der Reeperbahn nach Hause in den Stadtteil Rissen. Sie war mit Freunden ausgegangen. Hinter ihr stieg der 21-jährige Mann aus der S-Bahn und folgte ihr unauffällig. Fast an ihrem Elternhaus angekommen, umfasste er sie plötzlich von hinten, sprühte ihr Pfefferspray in die Augen, zerrte sie in ein Gebüsch und vergewaltigte sie. Als die junge Frau schreien wollte, steckte der Täter ihr einen Zweig in den Mund und würgte sie.

Die junge Frau erzählte vor Gericht, dass sie seither unter schweren Ängsten leide. Sie gehe abends nicht mehr aus, könne im Dunkeln nicht mehr alleine sein, schlafe nachts mit im Zimmer der Eltern.

Kaltblütiger und brutaler Täter

Und was sagt der Täter dazu? Auf der Reeperbahn könne man Frauen für 20 Euro bekommen, warum sollte er dann eine vergewaltigen? Die Frau habe alles freiwillig mitgemacht, behauptete er im Prozess. Das sei aber abwegig und lebensfremd, hielt der Vorsitzende Richter ihm vor. Wie er sich denn erkläre, fragte er, dass die Polizei Pfefferspray am mutmaßlichen Tatort fand? Der Richter sprach von einem sehr hässlichen Tatbild, von der Kaltblütigkeit und Brutalität des Täters. Der Staatsanwalt hatte zehn Jahre Gefängnis verlangt. Die Verteidigerin des Angeklagten hatte auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Weitere Informationen

Prozess um Vergewaltigung in Rissen

Nach der Vergewaltigung einer 18-Jährigen im Februar in Hamburg-Rissen muss sich ein 21-Jähriger vor Gericht verantworten. Er bestreitet die Vorwürfe der Anklage. (16.08.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.09.2018 | 13:00 Uhr

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