Stand: 16.05.2018 18:14 Uhr

650 Wohnungen für Studierende in Hamburg

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Im März 2016 wurde der Grundstein für den Bau des Sophie-Schoop-Hauses gelegt, in dem inzwischen 260 Studenten wohnen.

Die Zahl der Studierenden ist seit 2008 um 43 Prozent gestiegen, die Zahl der Wohnheimplätze bundesweit dagegen nur um knapp acht Prozent. Dabei sind die Wohnheime für die rund 86.000 Studierenden in Hamburg die günstigste Möglichkeit, hier zu lernen und zu leben - sie kosten ab 250 Euro. Doch immer mehr kommerzielle Anbieter wollen mitverdienen und offerieren mehr als doppelt so teure Einzelappartements.

100 Millionen Euro für Neubau und Renovierung

Das Studierendenwerk Hamburg will gegensteuern und kündigte am Mittwoch an, 100 Millionen Euro in den Neubau und die Renovierung von Wohnungen zu investieren. Bis 2020 würden etwa 65 Millionen Euro in den Neubau gesteckt und so 650 Wohnmöglichkeiten geschaffen, sagte der Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, Jürgen Allemeyer, bei der Jahrestagung der deutschen Studierendenwerke in Hamburg. Die bestehenden Wohnheime würden für etwa 35 Millionen Euro modernisiert. In den 24 Anlagen des Studierendenwerks gibt es bislang 4.220 Plätze.

Der erste Schritt bei den Investitionsvorhaben sei bereits getan: Im vergangenen Herbst wurde das Sophie-Schoop-Haus eröffnet, das mehr als 260 Studenten ein Zuhause biete. Pünktlich zum Start des Wintersemesters sollen 128 Studenten in das Helmut-Schmidt-Studierendenhaus in der Hafencity einziehen können. In Planung befindet sich den Angaben zufolge eine neue Wohnanlage für 300 bis 350 Studenten in Hamburg-Wilhelmsburg.

"Senat ist weiter gefordert"

Der Senat sei aber weiter gefordert, so Allemeyer. Die Vertreter der Studentenwerke erinnerten daran, dass jeder neue oder sanierte Wohnheimplatz die überhitzten Wohnungsmärkte enhtlaste. In Hamburg leben laut Studierendenwerk etwa 100.000 Studierende.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.05.2018 | 18:00 Uhr

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