60 Millionen Euro für Sanierung von Hamburgs Hochschul-Gebäuden

Stand: 29.12.2020 18:45 Uhr

Mit rund 60 Millionen Euro werden Sanierungsarbeiten an Gebäuden von Hamburger Hochschulen finanziert. Das Geld stammt aus Corona-Hilfspaketen. Nötig sind Milliarden-Investitionen in den nächsten Jahren.

Lange schon klagen die Hamburger Hochschulen über marode Gebäude - jetzt soll überraschend schnell Abhilfe kommen. Finanz- und Wissenschaftsbehörde haben ein Modernisierungsprogramm über 60 Millionen Euro beschlossen.

Mängel an diversen Hochschul-Gebäuden

An der Staats- und Universitätsbibliothek ist der Brandschutz mangelhaft, ebenso am Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Bergedorf. Und an der Hochschule für bildende Künste an der Finkenau muss dringend die Elektrik erneuert werden. "Das heute beschlossene Maßnahmenpaket stellt die Weichen dafür, dass der Bestand von Hamburgs Hochschulen langfristig gesichert wird", sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) am Dienstag.

Geld kommt auf Corona-Hilfspaket für Hamburger Wirtschaft

Jahrelang passierte nichts, jetzt macht Corona es möglich. Denn die 60 Millionen Euro für notwendige Sanierungen kommen aus dem Konjuktur-Paket zur Stabilisierung der Hamburger Wirtschaft in Zeiten der Corona-Pandemie. "Gezielte Investitionen in Wissenschaft und Forschung sind ein wichtiger Schlüssel, um aus der Corona-Krise wieder herauszukommen", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).

Milliarden Euro für Sanierung nötig

Mit dem Geld leiste der Hamburger Senat auch eine Anschubfinanzierung für die milliardenschwere Sanierungsstrategie für die Hochschulgebäude in den kommenden beiden Dekaden: Die Gebäude sollen künftig in ein langfristig tragfähiges Modell (Mieter-Vermieter-Modell) überführt und durch die städtischen Realisierungsträger GMH und Sprinkenhof bewirtschaftet werden. "Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon", sagte Dressel.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.12.2020 | 17:00 Uhr

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