Stand: 17.04.2020 18:34 Uhr

54-Jähriger wegen Totschlags vor Gericht

Vor dem Hamburger Landgericht ist seit Freitag ein 54-Jähriger angeklagt. Der Familienvater soll am 3. Oktober auf einer Straße in Hamburg-Wilhelmsburg im Streit einen Handwerker erschlagen haben. Er soll mehrfach mit einer Eisenstange auf das Opfer eingeschlagen und mit einem Messer auf ihn eingestochen haben, wie die Staatsanwältin mitteilte. Der 47-Jährige starb nach Angaben der Polizei wenig später im Krankenhaus.

Der damals 23-Jährige Sohn des Opfers war seinem Vater vergeblich zu Hilfe gekommen und erlitt ebenfalls Stichverletzungen. Der Angeklagte selbst war am Kopf verletzt worden und hatte außerdem einen gebrochenen Fuß.

Streit wegen nicht ausgeführter Bauarbeiten

Der Angeklagte hatte den Handwerker offenbar für Bauarbeiten am Wohnhaus eines Verwandten angeheuert. Dafür hatte der Angeklagte bereits einen Vorschuss in Höhe von 1.800 Euro gezahlt. Der Handwerker soll die Arbeiten aber nicht erledigt haben. An dem Morgen im Oktober soll er sein Geld zurück verlangt haben und es soll zum Streit gekommen sein.

Keine Aussage des Angeklagten

Die Anklage gegen den 54-Jährigen lautet auf Totschlag und gefährliche Körperverletzung. Am ersten Prozesstag wollte er keine Angaben machen, stattdessen gaben seine beiden Verteidiger ein Statement ab. Sie betonten, dass ihr Mandant in Notwehr gehandelt habe und dass man nun im Prozess die Wahrheit herausfinden müsse.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.04.2020 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Menschen genießen einen sonnigen Herbsttag in Hamburg mit Blick auf die Elbe. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

Herbst in Hamburg vergleichsweise warm und trocken

Mehr Sonne und weniger Regen als normalerweise: Das haben Messungen des Deutsche Wetterdienstes ergeben. mehr

Die HafenCity Universität in Hamburg. © picture alliance/Bildagentur-online

HafenCity Universität wird Zentrum für Mobilität der Zukunft

In Hamburg sollen neue Mobilitätsprojekte erforscht werden. 25 Millionen Euro vom Bund stehen dafür bereit. mehr

Christiane Hottenbacher, Antiquarin im Kunstauktionshaus Ketterer, hält den Seeatlas "Speculum nauticum" von 1586 bei einem Fototermin in den Verkaufsräumen des Auktionshauses in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Seeatlas von 1586 in Hamburg für 325.000 Euro versteigert

Der seltene Seeatlas gilt laut Experten als "Meilenstein der nautischen Kartographie". Ein Brite ersteigerte ihn. mehr

Eine alte Frau telefoniert © picture alliance/dpa Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Fehlender Dialekt: Enkeltrick-Betrüger in Hamburg aufgeflogen

Weil ihr angeblicher Enkel keinen sächsischen Dialekt sprach, ist eine 87-Jährige misstrauisch geworden. mehr