2020 war das wärmste Jahr in Hamburg

Stand: 04.01.2021 15:58 Uhr

Mit knapp 10,81 Grad Durchschnittstemperatur war es 2020 in Hamburg so warm wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 85 Jahren nicht. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) mahnt angesicht der Wetterbilanz 2020, Hamburg müsse mehr für den Klimaschutz tun.

Die Jahresdurchschnittstemperatur in Hamburg habe sich im Vergleich zu den Jahren 1961 bis 1990 um 1,08 Grad Celsius erhöht, heißt es vom Hamburger Senat, der sich auf auf eine aktuelle Auswertung von Wetterdaten der Umweltbehörde bezieht. Demnach gab es 2020 weniger Eis- und Frosttage und mehr Sommer- und Hitzetage als im Durchschnitt.

Umweltsenator Kerstan ist in Sorge: Die Bemühungen in Sachen Klimaschutz müssten verstärkt werden, aber man müsse auch "anfangen, uns an die Klimafolgen anzupassen". Dabei hat der Umweltsenator insbesondere die Bereiche Hochwasserschutz, Parks und Grünanlagen und die zunehmende Versiegelung von Flächen im Blick.

Viel Trockenheit, aber Winter nasser als im Durchschnitt

Aber auch die Qualität der Hamburger Gewässer müsste gesichert und Kanäle und Siele so hergerichtet werden, dass Regenwasser in Zukunft besser abfließen könne. Zwar habe sich die Niederschlagsmenge übers Jahr gesehen kaum verändert. Aber während die Frühlings- und Herbstmonate viel zu trocken gewesen seien, seien die Wintermonate deutlich nasser gewesen: 60 Prozent mehr Regen als normalerweise im Winter habe es gegeben.

Einen ganzen Tag Minusgrade? Lange her

Außerdem, so die Prognosen, wird es immer häufiger zu Starkregen kommen. Wie zum Beispiel am 18. Juni vorigen Jahres, als in Neugraben-Fischbek soviel Regen runterkam wie im gesamten Frühjahr an der Messstation in Fuhlsbüttel. Richtig kalt ist es in Hamburg auch schon lang nicht mehr gewesen. Das letzte Mal, dass die Temperatur einen ganzen Tag lang unter dem Gefrierpunkt blieb, war am 25. Januar 2019.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.01.2021 | 15:00 Uhr

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