Stand: 24.09.2017 13:53 Uhr

Millionen Niedersachsen wählen neuen Bundestag

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In Hannover gab am Vormittag auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) seine Stimme ab.

Die Bundestagswahl läuft: Drei Wochen vor der vorgezogenen Landtagswahl können heute rund 6,07 Millionen Niedersachsen ihre Stimme abgeben. Bis 12.30 Uhr hatten 32,08 Prozent gewählt - damit ist die Wahlbeteiligung bisher etwas niedriger als 2013. Damals hatten zum selben Zeitpunkt bereits 33,11 Prozent der Niedersachsen abgestimmt. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung 2013 landesweit bei 73,4 Prozent. Der Landeswahlausschuss hat die Landeslisten von insgesamt 19 Parteien zur Wahl zugelassen, das sind vier mehr als bei der letzten Bundestagswahl. Außerdem ist die Partei Bündnis C - Christen für Deutschland mit zwei Kreiswahlvorschlägen sowie sieben Einzelbewerbern vertreten. 66 Niedersachsen gehören aktuell dem Bundestag an.

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Sonderberichterstattung auf allen Kanälen des NDR

Der NDR liefert Ihnen alle wichtigen Informationen rund um die Bundestagswahl. Nach Schließung der Wahllokale halten wir Sie auf NDR.de, in unserer NDR Niedersachsen App und in den sozialen Netzwerken permanent mit der Prognose, Hochrechnungen, Ergebnissen und Reaktionen aus Niedersachsen auf dem Laufenden. Im Fernsehen berichtet das Regionalmagazin Hallo Niedersachsen um 19.30 Uhr ausführlich über die Wahl, unter anderem werden Spitzenpolitiker der niedersächsischen Parteien erwartet. Außerdem gibt es um 22.05 Uhr eine halbstündige Sonderausgabe von NDR Aktuell. Und selbstverständlich werden auch die Hörfunk-Kollegen von NDR 1 Niedersachsen umfassend über die Geschehnisse berichten. Ab 18 Uhr gibt es eine vierstündige Wahlsendung, die von Christiane Köller und Patrick Bolduan moderiert wird.

Die niedersächsischen Spitzenkandidaten im Überblick

Nur fünf Parteien in allen Wahlkreisen dabei

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Insgesamt stehen in Niedersachen 434 Personen zur Wahl - 227 davon treten in den 30 Bundestagswahlkreisen als Direktkandidaten an. Die Stimmzettel sehen dabei von Wahlkreis zu Wahlkreis durchaus unterschiedlich aus, denn nur CDU, SPD, Grüne, Die Linke und die FDP sind überall vertreten. Die AfD hat in 28 Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt, die Freien Wähler in 14, die Piraten in neun, die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) in sieben, Die Partei in sechs, die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) in drei, das Bündnis C in zwei und die Ökologisch-demokratische Partei (ÖDP) in einem. In sechs Wahlkreisen treten die sieben Einzelbewerber an.

Kandidaten von 18 bis 79 Jahren

Die Altersspanne zwischen den Kandidaten ist groß: Jüngster Bewerber auf einer Landesliste ist der 18-jährige Leon Weiß aus Nordenham (Landkreis Wesermarsch). Der frischgebackene Abiturient tritt für Die Linke an. Weiß ist mehr als 60 Jahre jünger als der älteste niedersächsische Kandidat Winfried Bernhardt. Der AfD-Politiker aus Wolfsburg hofft im stolzen Alter von 79 Jahren noch auf den Einzug in den Bundestag. Das Durchschnittsalter der niedersächsischen Kandidaten liegt bei 48 Jahren.

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Wahllokal im Fitnesskeller

Die meisten der rund 8.200 Wahllokale, die von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind, befinden sich in öffentlichen Einrichtungen wie Gemeindehäusern, Schulen oder Kindergärten. Es gibt allerdings auch kuriose Ausnahmen: In Buchholz in der Nordheide (Landkreis Harburg) erfolgt die Stimmabgabe im Haus von Dagmar Müsing. Die 61-Jährige stellt ihren Fitnesskeller gegen eine Aufwandsentschädigung zur Verfügung, damit den 325 Wahlberechtigten der mehrere Kilometer lange Weg in den Ortsteil Trelde erspart bleibt. In Kneitlingen (Landkreis Wolfenbüttel) wiederum wird mangels Alternative auf der Schießbahn des Schützenvereins gewählt.

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Selfie-Verbot in der Wahlkabine

Um den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl zu gewährleisten, werden allein in Niedersachsen rund 82.000 Wahlhelfer benötigt. Sie arbeiten in mehreren Schichten von 7 Uhr morgens bis zur Auszählung der Stimmen am Abend. Als Aufwandsentschädigung erhalten die Helfer ein sogenanntes Erfrischungsgeld in Höhe von 25 Euro, der jeweilige Wahlvorstand bekommt 35 Euro. In diesem Jahr müssen sie erstmals darauf achten, dass das Selfie-Verbot eingehalten wird. Dieses wurde eingeführt, nachdem der Sohn von US-Präsident Trump ein Foto von sich und seinem Wahlzettel ins Internet gestellt hatte. Ungültig ist die Stimmabgabe zudem, wenn das Kreuz nicht in den vorgegeben Kreisen gemacht oder der Stimmzettel unterschrieben wird. Das kommt durchaus regelmäßig vor: Bei der letzten Bundestagswahl 2013 waren immerhin 1,5 Prozent der Erst- und 1,3 Prozent der Zweitstimmen ungültig.

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Jeder Fünfte wählt per Brief

Viele Niedersachsen werden allerdings auf den Gang ins Wahllokal verzichten, denn schon jetzt zeichnet sich in zahlreichen Städten eine Rekordbeteiligung bei der Briefwahl ab. In Hannover zum Beispiel haben knapp 73.000 der insgesamt rund 337.000 Wahlberechtigten die entsprechenden Unterlagen angefordert - das entspricht rund 19 Prozent. Ähnlich groß ist der Anteil in Hildesheim mit 15.000 Briefwählern bei rund 77.000 Wahlberechtigten. Noch größer ist das Interesse in Göttingen: Hier hat fast jeder vierte der 89.500 Wahlberechtigten seinen Wahlschein per Post kommen lassen. Ebenfalls über 20 Prozent liegt der Anteil der Briefwähler in Braunschweig.

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Hallo Niedersachsen | 24.09.2017 | 19:30 Uhr

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