Stand: 23.09.2019 17:45 Uhr

Eintägiger Warnstreik in Postbank-Filialen

In einigen Regionen Norddeutschlands mussten Kunden der Postbank am Montag mit geschlossenen Filialen oder längeren Wartezeiten rechnen. Die Gewerkschaft ver.di hatte zu einem Warnstreik aufgerufen. Rund 85 Zweigstellen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein sollten einen Tag lang bestreikt werden. Allein in Hamburg seien 28 Filialen betroffen gewesen. Hintergrund sind die abgebrochenen Tarifverhandlungen.

Eine Demonstration auf der Mönckebergstrasse während des Warnstreiks der Postbank

Warnstreik bei der Postbank

Hamburg Journal 18.00 -

In Hamburg sind am Montag 23 Postbankfilialen bestreikt worden. Am 9. September waren Tarifverhandlungen gescheitert. Darum rief die Gewerkschaft ver.di zu dem Streik auf.

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Ver.di: Viele Filialen geschlossen

"Viele Filialen werden am Montag nicht geöffnet haben, und wenn, dann mit stark verringertem Personaleinsatz", sagte Gewerkschaftssekretärin Alexandra Luerssen im Vorfeld. In Hamburg gab es zudem am Vormittag einen Streikmarsch. Laut ver.di zogen 300 Mitarbeiter der Postbank AG in Hamburg vom U-Bahnhof Stephansplatz zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof.

Gewerkschaft will um sieben Prozent höhere Gehälter

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Während des Warnstreiks haben einige Postbank-Mitarbeiter an einem Streikmarsch in der Hamburger Innenstadt teilgenommen.

Derzeit laufen Verhandlungen für bundesweit rund 12.000 Beschäftigte der Postbank und anderer Tochterunternehmen der Deutschen Bank. Ver.di fordert unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro - bei zwölfmonatiger Laufzeit. Die Beschäftigten sollen dabei wählen können, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten möchten. Des Weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Das vorerst letzte Angebot der Arbeitgeberseite sei für die Gewerkschaft inakzeptabel gewesen und hätte nicht einmal die Teuerungsrate ausgeglichen, teilte ver.di mit.

Die Arbeitgeber sollen nach Gewerkschaftsangaben vorgeschlagen haben, die Gehälter der Beschäftigten ab 1. April 2020 um 1,7 Prozent erhöht werden, ab 1. Juli 2021 um 1,0 Prozent und ab 1. Februar 2022 um weitere 1,0 Prozent.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.09.2019 | 06:00 Uhr

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