Stand: 12.03.2019 11:34 Uhr

Sturmtief "Eberhard" wirbelt Verkehr durcheinander

Bei der Deutschen Bahn wirbelte "Eberhard" den Fahrplan gehörig durcheinander.

Das Sturmtief "Eberhard" ist am Sonntag durch Deutschland gefegt und hat auch dem Süden Niedersachsens stark zugesetzt. Von der bisherigen Serie an Sturmtiefs, die seit Anfang März über Deutschland ziehen, sei "Eberhard" das bislang stärkste gewesen, teilte der Deutsche Wetterdienst am Montag mit. Nach dem Ausfall zweier wichtiger Stellwerke infolge des Sturms stellte die Bahn den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen vorübergehend ein. Das sorgte auch an den Bahnhöfen in Niedersachsen für Zugausfälle und Verspätungen. Gestrandete Fahrgäste konnten unter anderem am Hauptbahnhof Osnabrück in sogenannten Aufenthaltszügen die Nacht verbringen. Erst am Montagabend hatte sich der Bahnverkehr wieder weitgehend normalisiert.

Zahlreiche Unfälle auf rutschigen Straßen

Auf den Straßen führte das Wetter zu zahlreichen Unfällen. Am Montagnachmittag waren fünf Lkw in einen Schnee bedingten Unfall auf der A1 verwickelt. Die Autobahn wurde gesperrt. Ebenfalls auf der A1 im Landkreis Rotenburg war am Montagmorgen auf regennasser Fahrbahn ein Auto ins Schlingern geraten und umgekippt. Als ein Lastwagenfahrer dem verunglückten Paar helfen wollte, raste ein nachfolgendes Auto in die Unfallstelle. Der 59-jährige Ersthelfer starb. Bereits am Sonntagabend war auf der A1 bei Osnabrück ein 52-Jähriger mit seinem Auto ins Schlingern geraten. Er verursachte einen schweren Unfall mit sieben Verletzten.

Umgeknickte Bäume blockieren Straßen

In Südniedersachsen behinderten durch den Sturm umgeknickte Bäume den Verkehr. Zwanzig Straßen waren Montagfrüh im Landkreis Göttingen noch gesperrt. Feuerwehren und Straßenmeistereien waren im Einsatz, um die Bäume zu beseitigen. Auch im Weserbergland blockierten Bäume zahlreiche Straßen.

Landesforsten warnen vor Betreten der Wälder

Unterdessen warnten die niedersächsischen Landesforsten davor, die Wälder in Südniedersachsen zu betreten. Vielerorts seien Wege durch umgestürzte Bäume blockiert, angebrochene Stämme drohten umzustürzen und abgeknickte Äste herabzufallen. Noch sei das ganze Ausmaß der Schäden nicht absehbar, sagte ein Sprecher. Als erstes sollen ihm zufolge Straßen und Wege wieder passierbar gemacht werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 11.03.2019 | 17:00 Uhr

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