Stand: 05.03.2019 12:24 Uhr

Sturmtief "Bennet" zieht ab

Mit kräftigen Böen hat am Montag Sturmtief "Bennet" den Norden aufgewirbelt. In ganz Norddeutschland gab es Sturmböen von bis zu 130 Kilometer pro Stunde. Spitzenreiter war Stadthagen im Landkreis Schaumburg. Es kam zu mehreren Verkehrsunfällen aufgrund entwurzelter Bäume, einige Autofahrer wurden verletzt. Zudem flogen Dachziegel und Verkehrsschilder umher. In der Nacht zu Dienstag gab es eine leichte Sturmflut an der Nordsee.

Schiffshavarien in Niedersachsen

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In Hannover-Linden befreiten Einsatzkräfte ein Auto von einem Baum, der umgestürzt war.

Der Sturm verursachte zudem zwei Schiffshavarien auf der Elbe. Ein 150 Meter langer Containerfrachter lag bei Otterndorf stundenlang quer zum Fahrwasser, befreite sich aber mit eigener Kraft, wie NDR 1 Niedersachsen berichtete. Ein zweiter Frachter wurde von einem Schlepper zurück ins Fahrwasser gezogen.

Sturm löst Fassadenteile in Schleswig-Holstein

In Flensburg brach der Hausgiebel eines Neubaus ein, in Lübeck drohten Teile einer Siloanlage wegzuwehen, in Wilster (Kreis Steinburg) lösten sich Teile eines Hochhaus-Daches, in Neumünster stürzte ein großer Baum auf ein Haus. Auch auf dem Heider Marktplatz fiel ein Baum um und schrammte an der Fassade eines Optikergeschäftes.

Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern war vor allem der östliche Landesteil betroffen. Wegen eines Lkw-Unfalls musste die A14 vorübergehend voll gesperrt werden. In Neubrandenburg wurde eine 43 Jahre alte Frau leicht verletzt, nachdem direkt vor ihrem Auto ein Baum auf die Straße gekracht war.

Die Nacht in Hamburg blieb weitgehend ruhig. Die Feuerwehr rückte zu 75 wetterbedingten Einsätzen aus. Eine Sturmflutwarnung war schon in der Nacht aufgehoben worden.

Zugausfälle und Umleitungen

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Mit den Sturmböen hatten auch manche Piloten zu kämpfen - so wie hier bei einem Landeanflug in Hannover.

Auswirkungen hatte der Sturm am Montag auf den Zugverkehr. Auf mehreren Bahnstrecken wurden Züge umgeleitet, sodass es zu Verspätungen kam.

Vielerorts stürzten Bäume auf Gleise, unter anderem zwischen Stade und Hamburg, zwischen Braunschweig und Salzgitter oder zwischen Hamburg und Puttgarden. Betroffen waren auch die Strecken zwischen Hannover und Berlin, Hamburg und Passau sowie Stralsund und Karlsruhe. Die Brockenbahn hatte wegen der starken Böen auf dem Gipfel des Harzes den Betrieb eingestellt. Laut Deutscher Bahn fahren die Züge seit Dienstagmorgen wieder planmäßig.

"Bennet" entwurzelt Bäume in Niedersachsen

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Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 04.03.2019 | 16:00 Uhr

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