Stand: 01.02.2019 00:02 Uhr

Schiffe auf Unterelbe müssen langsamer fahren

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Hier darf nicht mehr nach Belieben gefahren werden: Auf der Elbe gelten nun Tempolimits für große Schiffe.

Aus Richtgeschwindigkeit wird Höchstgeschwindigkeit: Auf der Elbe müssen Schiffe ab 90 Metern Länge zwischen Cuxhaven und der Hamburger Landesgrenze von heute an ein Tempolimit einhalten. So sind zwischen Wedel und dem Hamburger Hafen maximal 10 Knoten erlaubt. Dies entspricht 18,5 Kilometern pro Stunde. Diese Maßnahme hatte die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes Mitte Januar angekündigt.

Je weiter flussaufwärts, desto langsamer

Zwischen Glückstadt und Wedel gelten 12 Knoten, zwischen Brunsbüttel und Glückstadt 14 sowie zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel 15 Knoten. Ziel sei es, durch "schiffserzeugte Belastungen" hervorgerufene Gefahren abzuwehren, Umwelt und Ufer zu schützen und die "Sicherheit und Leichtigkeit der Verkehrsabläufe" zu ermöglichen.

"Wir führen die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf der Unter- und Außenelbe ein, weil die bisher geltende Regelung für den nachhaltigen Schutz von Bauwerken, Ufern und umweltgeschützten Standorten nicht präzise genug war", erläuterte der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans Heinrich Witte.

Vorgabe aus Planfeststellung zur Elbvertiefung

Dass die bisherige Richtgeschwindigkeit jetzt durch eine verbindliche Höchstgeschwindigkeit abgelöst wird, ist auch eine Folge des Planfeststellungsbeschlusses zur Elbvertiefung, für die in Kürze die ersten Baggerarbeiten anlaufen werden.

Die Verkehrszentralen in Brunsbüttel und Cuxhaven überwachen die Einhaltung der Geschwindigkeit. Bei Überschreitungen würden Bußgelder verhängt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 31.01.2019 | 17:00 Uhr

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