Stand: 10.08.2018 19:07 Uhr

Ryanair-Streik: Flugausfälle im Norden

Im Tarifstreit mit ihrem Arbeitgeber, dem irischen Billigflieger Ryanair, haben Piloten am Freitag für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Airline sagte europaweit rund 400 Flüge ab, von denen 250 auf Deutschland entfielen. In Hamburg und Bremen wurden jeweils sechs Starts und sechs Landungen gestrichen. "Die Lage ist extrem ruhig", sagte eine Sprecherin des Airports Hamburg am Nachmittag. "Die Passagiere waren sehr gut informiert und sind gar nicht erst zum Flughafen gekommen." Betroffen von den Flugausfällen waren in Hamburg rund 2.000 Fluggäste. Am Sonnabend soll der Betrieb wieder regulär laufen, hatte Ryanair angekündigt.

Auf einer Anzeigetafel eines Flughafens steht, dass ein Flug gecancelled wurde.

Ryanair-Flüge fallen wegen Streiks aus

Hamburg Journal 18.00 -

In Hamburg und Bremen sind jeweils zwölf Flüge der Airline ausgefallen. Der Grund: Piloten hatten für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt.

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Tarifkonflikt mit den Piloten

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte alle angestellten Piloten an den deutschen Ryanair-Basen zu dem Streik aufgerufen. Die VC schloss sich damit den bereits zuvor angekündigten Ausständen ihrer Kollegen in Irland, Schweden und Belgien an. Ryanair bezeichnete den Streik als "unnötig". Die VC hat nach Angaben ihres Tarifexperten keine konkrete Geldforderung gestellt. Sie verlangt die erstmalige Einführung eines Systems von Gehalts- und Manteltarifvertrag.

Eine Maschine der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair rollt am Flughafen-Terminal vorbei.

"Geld geht an Aktionäre, nicht an Mitarbeiter"

NDR Info -

Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt spricht bei NDR Info über die bisherige Tarifpolitk von Ryanair und über die Veränderungen in der Branche nach der Air-Berlin-Pleite.

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Diese Ansprüche haben Passagiere

Passagiere, deren Flüge ausfallen oder sich verspäten, haben Ansprüche auf Ersatzleistungen. Diese sind jedoch im Streikfall sehr eng begrenzt: Einen streikbedingt gestrichenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt dann sein Geld zurück. Wer trotzdem fliegen will, hat Anspruch auf einen späteren Flug. Das kann aber dauern, bis der Streik vorbei ist - und auch länger, da ein Rückstau entstehen kann. Bei Flügen bis zu 1.500 Kilometern haben Fluggäste ab zwei Stunden Verspätung Anspruch auf Betreuungsleistungen - also Telefonate, Getränke, Mahlzeiten und gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Bei einer Strecke von 1.500 bis 3.500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3.500 Kilometern nach vier Stunden. Auch bei einer großen absehbaren Verspätung sollten Passagiere immer zur ursprünglichen Abflugzeit am Flughafen sein. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Fluggesellschaft doch früher einen Ersatzflug anbieten kann - und Reisende ihn dann verpassen.

Entschädigungen gibt es nicht

Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Passagiere zwar laut EU-Verordnung Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro - aber nur, wenn kein "außergewöhnlicher" Umstand daran schuld ist. Die Fluggesellschaften werten Streiks aber wie miserables Wetter als außergewöhnlichen Umstand. Entschädigungen gibt es daher nicht.

Kommentar
NDR Info

Ryanair wird sich weiter wandeln müssen

08.08.2018 18:30 Uhr
NDR Info

Wegen eines Piloten-Streiks streicht Ryanair 250 Flüge von und nach Deutschland. Die Fluglinie werde auf ihren Ruf achten, meint Wirtschaftsredakteur Hendrik Buhrs. mehr

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15.01.2018 18:25 Uhr
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Fluggäste von Ryanair müssen beim Handgepäck umdenken: Kleine Rollköfferchen dürfen nicht mehr mit rein in die Kabine. Eine gute Idee! Peter Zudeick bittet auf ein Wort. mehr

Ryanair: Fünf neue Ziele ab Hamburg

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Die irische Billigfluglinie Ryanair steuert ab dem Sommer 2018 fünf zusätzliche Ziele von Hamburg aus an: Unter anderem stehen Edinburgh und Oslo dann neu auf dem Flugplan. mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 08.08.2018 | 17:00 Uhr

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