Stand: 18.02.2019 18:50 Uhr

Rostock-Laage-Gesellschafter: Land muss helfen

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Nach der Insolvenz der Airlines Germania und Flybmi steckt der Flughafen Rostock-Laage in einer Krise. (Archivbild)

In der durch die Insolvenzen der Fluggesellschaften Germania und Flybmi ausgelösten Krise des Flughafens Rostock-Laage bahnt sich ein Konflikt um die künftige Finanzierung an. Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) sprach sich im Gespräch mit NDR 1 Radio MV gegen ein weitergehendes Engagement des Landes aus. Dies hatten die Gesellschafter - die Hansestadt und der Landkreis Rostock sowie die Gemeinde Laage - am Montag nach einem gemeinsamen Treffen gefordert. Außerdem bekräftigten sie, weiterhin zum Flughafen zu stehen.

Christian Pegel, SPD

Pegel: Kein neues Geld für Rostock-Laage

Nordmagazin -

Wird das Land Mecklenburg-Vorpommern dem Flughafen Rostock-Laage in der Krise erneut finanziell helfen? Verkehrsminister Christian Pegel hält die bisherigen Zahlungen für ausreichend.

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Gesellschafter wollen Einstieg und Geld vom Land

Die Gesellschafter sehen das Land in der Mitverantwortung und berufen sich dabei auf den Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU, in dem die zentrale Bedeutung des Flughafens für das Land festgeschrieben worden sei. Eine solche Verantwortung müsse sich sowohl in der Gesellschafterstruktur als auch in der finanziellen Sicherstellung des Betriebes des Flughafens widerspiegeln, hieß es.

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02:46
Nordmagazin

Airport Rostock-Laage in der Krise

18.02.2019 19:30 Uhr
Nordmagazin

Nach der Pleite zweier Fluglinien ist der Flughafen Rostock-Laage in einer existenzbedrohenden Situation. Zwei Drittel der Passagiere fallen weg. Nun hofft man auf Hilfe des Landes. Video (02:46 min)

Pegel: Keine abstrakten Forderungen stellen

"Ich glaube, wir tun gut daran, uns hier nicht mit abstrakten Ihr-müsst-mehr-und-anders-helfen-Forderungen zu überziehen", sagte Pegel dem NDR. Er verwies auf die schon seit 2014 bestehende jährliche Unterstützung des Airports durch das Land mit einer Million Euro. Diese Unterstützung sei 2014 in einer noch dramatischeren wirtschaftlichen Situation des Flughafens vereinbart worden. Mit dem Kreuzfahrtgeschäft und der Flugschülerausbildung der Lufthansa am Standort Laage seien seitdem jedoch zwei zuverlässige Säulen hinzugekommen. "Wir sollten jetzt alle Kräfte daran setzen, das operative Geschäft wieder hochzufahren", so Pegel.

Flüge Laage-Antalya ab April möglich

Von den Gesellschaftern und dem Land wird der Flughafen mit insgesamt 2,8 Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Priorität für den Flughafen, die Gesellschafter und das Land hätten nun intensive Gespräche mit verschiedenen Fluggesellschaften, so Pegel. Ein vorläufiger Erfolg dieser Gespräche sei eine Verbindung nach Antalya. Von April an werde die Airline Corendon zwei Mal in der Woche Flüge in die Türkei anbieten. Zukünftig werde man außerdem eine Zusammenarbeit mit mehreren kleineren Airlines anstelle einer einzelnen anstreben, sagte Flughafen-Chefin Dörthe Hausmann.

Bruchlandung nach Höhenflug?

Die aktuelle Krise wurde durch die beiden Pleiten von Germania und Flybmi innerhalb von zwei Wochen. Der Flughafen, der 2018 noch eine Rekordbilanz mit knapp 300.000 abgefertigten Passagieren präsentieren konnte, hat aktuell keine regulären Flugverbindungen mehr. Der Flugbetrieb ist weitestgehend zum Erliegen gekommen. Bislang war Flybmi fast täglich von Laage nach München geflogen. Bereits durch die Germania-Pleite war die Hälfte der Passagierzahlen weggebrochen.

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IHK-Präsident: "Durchhalten"

Die Stadt als Mitgesellschafter und das Land stünden nun vor großen Herausforderungen, sagte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Es würden weitere Einnahmen wegfallen, die Zukunft der Mitarbeiter sei ungewiss. Claus Ruhe Madsen, Präsident der IHK Rostock, schätzt die Situation als dramatisch ein. Die Wirtschaft brauche den Airport, jetzt müsse es darum gehen "durchzuhalten", damit nicht ein ganz wichtiges Stück Infrastruktur wegbreche.

Weitere Auswirkungen noch nicht absehbar

Welche Auswirkungen die erneute Pleite und die damit ausbleibenden Linienanbindungen darüber hinaus für den Flughafen haben werden, ist zur Zeit noch nicht absehbar. Das bisher veranschlagte Defizit für 2019 von circa 2,8 Millionen Euro wird sich aber voraussichtlich noch vergrößern. Zudem wäre die Kurzarbeitsregelung für einen Großteil der knapp 200 Beschäftigten, die Reduzierungen von bis zu zehn Wochenarbeitsstunden vorsah, praktisch hinfällig. Davon betroffen sind rund 100 Vollzeit- und circa 70 Teilzeit-Beschäftigte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.02.2019 | 16:00 Uhr

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