Stand: 11.11.2017 17:13 Uhr

Heiligabend: Wer shoppen will, hat es schwer

An Heiligabend noch schnell ein Parfüm für die Liebste kaufen? Oder noch mal eben Mayonnaise für den Kartoffelsalat? Wer sonst auf den letzten Drücker shoppt oder die Weihnachtseinkäufe gern aufschiebt, hat es in diesem Jahr schwer. Denn der 24. Dezember fällt auf einen Sonntag. Und doch kann es mit Last-Minute-Geschenken klappen, denn die Ladenöffnungszeiten lassen eine Hintertür offen. NDR.de hat nachgefragt, welche Geschäfte wie lange offen haben.

Kalender, der auf Weihnachten zeigt.

Heiligabend: Viele Geschäfte bleiben zu

Nordmagazin -

Heiligabend fällt 2017 auf einen Sonntag. In diesem speziellen Fall dürfen nur wenige Geschäfte öffnen. Doch diese machen nicht alle davon Gebrauch.

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Offen zwischen 11 und 14 Uhr

Ladenöffnungszeiten sind Ländersache. In allen Nord-Ländern dürfen Supermärkte öffnen. Mit einer Einschränkung: In Niedersachsen gilt das nur für Supermärkte, deren Ladenfläche kleiner als 800 Quadratmeter ist. Auch Blumenläden und Tannenbaum-Verkaufsstellen in Norddeutschland können auf machen. Die Geschäfte dürfen allerdings nur für drei Stunden öffnen und müssen aus Rücksicht auf die Gottesdienste spätestens um 14 Uhr schließen.

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Heiligabend noch schnell in die Stadt? Nicht in diesem Jahr.

Danach sind die letzte Alternative noch Tankstellen sowie die Geschäfte an Hauptbahnhöfen und Flughäfen. Andere Einzelhändler und Kaufhäuser dürfen nicht öffnen. Auch große Einkaufzentren, wie der Sophienhof in Kiel oder der Ostsee Park in Rostock, bleiben komplett geschlossen. Auch wenn es Geschäfte in den Malls gibt, die theoretisch öffnen könnten. "Wir machen komplett dicht," heißt es vom Center Management im Ostsee Park.

Discounter bleiben geschlossen

Ob Supermärkte tatsächlich für drei Stunden Mitarbeiter am heiligen Abend zum Arbeiten einteilen, bleibt abzuwarten: "Verbraucher sollten sich auf jeden Fall vorher informieren und nicht davon ausgehen, dass sie am 24. etwas bekommen", sagte Mareike Petersen vom Unternehmerverband Nord im Gespräch mit NDR.de. Aldi, Lidl und Norma haben schon angekündigt, dass ihre Läden am 24. Dezember geschlossen bleiben. Bei Rewe und Edeka sieht es möglicherweise anders aus. Eigenständig geführte Filialen können selbst entscheiden, ob sie öffnen wollen.

Ver.di ruft zu Verzicht auf

Die Gewerkschaft ver.di sieht auch die Kunden in der Pflicht. Sie ruft zu einem Einkaufsverzicht auf. "Gerade für Supermarktmitarbeiter, die sonst immer an Heiligabend an der Kasse sitzen müssen, ist das eine wunderbare Gelegenheit, den Tag im Kreise ihre Lieben zu verbringen", sagte Conny Töpfer von ver.di Nord NDR.de. Auch die Evangelische Kirche hat sich gegen die Öffnungszeiten an Heiligabend ausgesprochen. "Die vielen Angestellten im Einzelhandel sollten dieselben Möglichkeiten haben wie die Mehrheit der Bevölkerung, vorweihnachtlichen Stress abfallen zu lassen, mit Familie oder Freunden zusammenzukommen und ihrer Seele etwas Gutes zu tun", sagte ein EKD-Sprecher.

Silvester auch an einem Sonntag

Und was ist mit Silvester? Der 31.12. fällt schließlich auch auf einen Sonntag. Hier ist keine Ausnahme geplant. Fondue-Öl, Sekt oder Böller müssen Kunden also auch vorausschauend am Sonnabend einkaufen.

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"Wer Heiligabend arbeitet, hat wann anders frei"

07.11.2017 12:00 Uhr
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Heiligabend fällt auf einen Sonntag. Sich darüber aufzuregen, dass einige kleine Einzelhändler an dem Tag öffnen, findet Landespolitik-Redakteur Wolfgang Kurtz übertrieben. Video (01:26 min)

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 09.11.2017 | 06:11 Uhr

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