Stand: 26.01.2019 14:57 Uhr

Glätte-Unfälle: Regen trifft auf eiskalten Boden

Mit den Minusgraden ist es vorerst vorbei: In der Nacht zum Sonnabend hat in weiten Teilen Norddeutschlands Regen eingesetzt, der nach der Kälte der vergangenen Tage für teils sehr glatte Straßen sorgte. Für das südöstliche Niedersachsen galt bis zum Vormittag eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für das südöstliche Niedersachsen, die inzwischen aufgehoben wurde. Informationen zur Verkehrslage finden Sie hier.

Mehrere Unfälle auf glatten Straßen

In der Nacht und am Morgen ereigneten sich in Niedersachsen etliche Unfälle. Auf der eisglatten B1 in Cremlingen (Landkreis Wolfenbüttel) kam laut Polizei am Morgen ein Auto von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und überschlug sich. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Außerdem kam es auf der A1 im Bereich des Ahlhorner Dreiecks zu einem Unfall, als ein mit vier Personen besetztes Auto ins Schleudern geriet. In der Region Osnabrück, der Grafschaft Bentheim und dem Emsland krachte es 14 Mal, wie die Polizei mitteilte. Bereits am Freitagabend war eine Fahrradfahrerin bei winterlichen Straßenverhältnissen in Osnabrück verunglückt. Sie stürzte mit ihrem Rad und zog sich schwere Verletzungen zu.

Auch in Schleswig-Holstein ereigneten sich in der Nacht mehrere Glätteunfälle. Betroffen war vor allem der Südosten des Bundeslandes. Dort gab es fünf Glätte-Unfälle, bei dreien davon sei Alkohol im Spiel gewesen und es seien Menschen verletzt worden, sagte eine Sprecherin der Leitstelle. In Mecklenburg-Vorpommern schneite es am Sonnabend zum Teil noch.

A7-Sperrung wegen Wetterprognose verschoben

Die für das Wochenende geplanten Bauarbeiten auf der Autobahn 7 in Niedersachsen zwischen Seesen und Northeim-Nord wurden wegen der Wetterprognose abgesagt. Ursprünglich war eine Vollsperrung von Freitagabend bis Sonntagmittag geplant.

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Am Wochenende deutliche Plusgrade

Die Temperaturen am Sonnabend reichten von vier Grad im nördlichen Schleswig-Holstein bis sieben Grad in der Region Hannover. Kälter blieb es im östlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo es bei null bis zwei Grad noch zu Schneefällen kam. Auch der Sonntag wird regnerisch und im Vergleich zu den vergangenen Tagen eher mild.

Schlechte Nachrichten für Ausflügler

Wer angesichts von zu erwartendem Neuschnee und frei verfügbarer Zeit zum Beispiel über einen Wintersport-Ausflug in den Harz nachdenkt, den muss Dennis Brüning von der MeteoGroup enttäuschen: "Am Sonnabend wird's dort Regen geben, und auch der Sonntag wird wohl kein schöner Ausflugstag, sondern eher trüb und neblig." Noch dringender rät der Meteorologe davon ab, es mit Schlittschuhlaufen zu versuchen: "Die Eisschicht auf Seen, Teichen und Tümpeln wird im Regelfall nicht dick genug sein, dafür war die Frostperiode schlicht nicht lang genug."

Ab Montag wird's wieder kalt

Für die kommende Woche kündigt der Wetter-Experte eine neuerliche Kältewelle an. "Nach der Milderung am Wochenende werden die Temperaturen definitiv wieder runtergehen - nur, ob es so kalt wird wie aktuell, ist fraglich." Thore Hansen vom DWD warnte am Freitag schon mal: "Man sollte lieber mit Glätte rechnen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 26.01.2019 | 06:00 Uhr

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