Stand: 17.08.2019 14:15 Uhr

Fünf Nordlichter für die SPD

Es kommt Bewegung ins Rennen um den SPD-Parteivorsitz. Nachdem erst viele mögliche Kandidaten abgewunken hatten, mehrt sich jetzt die Zahl derer, die zumindest grundsätzlich bereit sind, diesen Posten zu übernehmen. Von den nun 13 Kandidaten kommen allein fünf aus Norddeutschland.

Olaf Scholz gestikuliert mit seiner Hand. © picture alliance / AA Foto: Abdulhamid Hosbas

SPD-Kandidatenkür: "Nun hat es Scholz erwischt"

NDR Info - Aktuell -

Für den SPD-Vorsitz hatten sich bislang nur B-Promis gemeldet, sagt der Politikwissenschaftler Eckart Stratenschulte. Mit Olaf Scholz sei nun ein Schwergewicht dabei.

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Als bisher neuster und prominentester Interessent am sozialdemokratischen Chefposten hat sich am Freitag Hamburgs früherer Erster Bürgermeister und jetziger Bundesfinanzminister Olaf Scholz gemeldet: "Ich bin bereit anzutreten, wenn ihr das wollt", soll Scholz bei einer Telefonkonferenz gesagt haben. Zuvor hatte er eine Kandidatur aus zeitlichen Gründen ausgeschlossen.

Ministerpräsident Weil kritisiert Auswahlverfahren

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Niedersachsens Ministerpräsident Weil fürchtet, dass der ungeklärte SPD-Vorsitz zu Unsicherheit bei den Mitgliedern führt.

Mit Blick auf den Richtungswechsel von Scholz sagte Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Landeschef Stephan Weil dem Deutschlandfunk, er wolle keine Haltungsnoten für einzelne Parteifreunde abgeben. Es habe aber Beispiele gegeben, "wo diese Ausschließeritis zu keinen guten Ergebnissen geführt hat, und was wir derzeit in der SPD erleben, bestätigt mich darin." Er äußerte auch generelle Kritik am langwierigen Auswahlverfahren: "Optimal ist das ganz bestimmt nicht, was wir gerade erleben." Die unsichere Lage über die künftigen Führungsfiguren der Partei führe auch zu einer Verunsicherung bei den Mitgliedern. Er selbst habe keine Ambitionen, nach Berlin zu gehen. Final ausschließen wollte Weil in dem DLF-Interview am Wochenende einen solchen Schritt aber auch nicht. Es gebe zu viele Politiker, die so eine Festlegung später bereut hätten.

Drei Bewerber-Duos aus Schleswig-Holstein

Als Bewerber-Duo festgelegt haben sich Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Langeund Bautzens Bürgermeister Alexander Ahrens. Sie präsentierten am Samstag in Leipzig ihre Vorstellungen zur Zukunft der SPD. Ein weiteres Duo aus dem hohen Norden für die Nachfolge der im Juni zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles bilden Ralf Stegner und Gesine Schwan. Und schließlich wollen die schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Nina Scheer und Karl Lauterbach kandidieren.

SPD-Vorsitz: Willige und Unwillige aus dem Norden

Pistorius und Köpping reden am Sonntag über ihre Bewerbung

Außerdem gaben am Freitag der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping ihre Bewerbung bei den drei Interimsvorsitzenden Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel bekannt. Sie wollen sich am Sonntag in Berlin näher zu ihrer gemeinsamen Bewerbung äußern. Am 1. September endet die Bewerbungsfrist für den SPD-Vorsitz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 17.08.2019 | 10:08 Uhr

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