Sonntagsstudio

Der Unübersetzer. Gedanken und Erinnerungen an Harry Rowohlt, fünf Jahre nach seinem Tod

Sonntag, 14. Juni 2020, 20:00 bis 22:00 Uhr

Harry Rowohlt, Autor, Übersetzer und Schauspieler © picture-alliance / Sven Simon Foto: Horst Galuschka
Harry Rowohlt ist unter anderem für seine exzessiven Lesungen bekannt, die er mit vielen Anekdoten und Kommentaren anreicherte.

1992 schrieb Harry Rowohlt: "Ich bin traurig. Mein Bruder ist gestorben, und er wird wohl noch ziemlich lange tot bleiben, bis ich das merke." Nun, genau fünf Jahre nach seinem Tod am 15. Juni 2015, muss man seufzen: Auch Harry Rowohlt wird wohl, wie es aussieht, noch sehr lange tot bleiben, länger, als es uns allen gut tun kann. Zum Trost wollen wir uns fröhlich erinnern an diesen großen Erzähler, Abschweifungskünstler, Hörbuchvollsprecher, Kleindarsteller und vor allem Übersetzer, der auch schier Unübersetzbares aus dem Englischen in ein wundervolles Deutsch brachte und von dem der Spruch ging: "Das musst du in der Übersetzung von Harry Rowohlt lesen. Im Original geht da viel verloren."

Wir hören Radiogespräche mit Harry Rowohlt, in denen er hingebungsvoll seine Kunst zelebriert, Fragen zu beantworten, die gar nicht gestellt wurden; und Erinnerungen von Weggefährten wie Philip Ardagh, Anna Mikula und Peter Haag – ein bisschen melancholisch und sehr sehr lustig.

Eine Sendung von Alexander Solloch.

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