Logo der re:publica 2021 © re:publica 2021

Startschuss für das Digital-Festival re:publica 2021

Stand: 19.05.2021 16:59 Uhr

Vom 20. bis zum 22. Mai treffen sich die Expertinnen und Experten der digitalen Welt zur re:publica 21, um die wichtigsten Themen der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Alexandra Wolf hat das Programm zusammengestellt.

Logo der re:publica 2021 © re:publica 2021
Beitrag anhören 7 Min

Frau Wolf, wie steht es um das Digitale in Deutschland?

Alexandra Wolf: Es kommt auf die Branche und den Bereich an. Wir haben im pandemischen Jahr gesehen, dass es überall einiges zu tun gibt, vor allen Dingen in den Bereichen Bildung und Kommunikation an die Bürger*innen. In anderen Branchen sieht es super aus, und auch wir als Digital-Festival haben einen großen Sprung nach vorne gemacht. Da geht also schon was, aber es gibt auch ganz viele Baustellen.

Was haben Sie gemacht? Ich dachte, bei der re:publica ist doch wahrscheinlich alles zum Besten, oder?

Wolf: Naja, wir wollen auch zusammenkommen - nicht nur auf der Konferenz, sondern auch als Team. Das ist für uns auch ein schwieriges Jahr gewesen. Ja, wir sind als re:publica prädestiniert, ins Digitale zu gehen, und das ist in den kommenden Tagen unser dritter Versuch. Aber das war auch für uns eine Umstellung: etwa Ressourcen umzustellen, sich Skills anzueignen. Das gilt auch für unser Festival, aber ich glaube, dass wir das ganz wunderbar machen werden.

Weitere Informationen
Mann mit VR-Brille bindet sich eine Krawatte fest © IMAGO / Westend61

Wie sehen digitale Konzerte der Zukunft aus?

Ein deutsch-schweizer-britisches Forscherteam erkundet, was nötig ist, um Konzert-Streamings noch attraktiver zu machen. mehr

Corona hat nicht nur den digitalen Kommunikationsbedarf enorm erhöht, sondern auch den digitalen Informationsbedarf. Damit geht es morgen bei Ihnen los. Was steht dann auf dem Programm?

Wolf: Das kommt auf das Schlaglicht an. Das eine Thema ist Nachrichten und Medienverantwortung: Wer spricht eigentlich über was, wer informiert wen, und wer ist auch bereit, Verantwortung zu übernehmen? Das andere ist die Frage nach den Ressourcen und der Infrastruktur: Wie ist wer aufgestellt? Am ersten Tag geht es um die Medienbranche, aber wir schauen auch in den globalen Süden. An den Tagen zwei und drei ist es ein re:publica-Potpourri: Da gucken wir uns die Schule und die Bildung an - da gibt es auch eine Informationspflicht. Wir gucken uns aber auch an, ob bestimmte Nischen und andere Aktivismen repräsentiert werden. Wir schauen uns auch die Wissenschaftskommunikation an und was in der Netzpolitik passiert oder vielleicht auch heruntergerutscht ist in dem pandemischen Jahr.

In drei Tagen werden bei Ihnen 256 Sprecherinnen und Sprecher in über 37 Stunden bei 140 Programm-Sessions auftreten. Ist das nicht selbst Teil des digitalen Overkills?

Wolf: Ja, das ist das Prinzip der re:publica-Reizüberflutung - das machen wir auch dieses Mal. Es ist unglaublich schwierig, nicht noch dieses und jenes Thema mitzunehmen, weil es für das Gesamtbild so wichtig ist. Ja, es ist viel, aber es soll sich auch wie ein Festival anfühlen, dass man ganz viele Dinge entdecken kann. Es ist auch unser Wunsch, in diesen drei Tagen ein Gefühl der Gleichzeitigkeit, der gemeinsamen Erfahrung zu initiieren. Dazu gehört auch, viel auf einmal anzubieten.

Wir alle können von überall daran teilnehmen - wie denn?

Wolf: Natürlich ist es schade, dass wir nicht alle an einem Ort sind, aber man hat dadurch eine andere Möglichkeit teilzunehmen: Auf der re:publica-Seite bekommt man ein Ticket, und über dieses Ticket kann man auf unserer Event-Plattform teilnehmen oder die vielen verschiedenen Streams verfolgen. Man kann aber auch an unserem Rahmenprogramm teilnehmen, denn es findet auch sehr viel dezentral auf verschiedenen Plattformen statt.

Das Interview führte Jürgen Deppe.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Journal | 19.05.2021 | 18:00 Uhr

NDR Kultur Livestream

Klassikboulevard

14:00 - 18:00 Uhr
Live hörenTitelliste