Das Sonntagskonzert

Musikfest Bremen 2021

Sonntag, 02. Januar 2022, 11:00 bis 13:00 Uhr

Portraitfoto Daniel Lozakovich © Lev Efimov, Deutsche Grammophon
Portraitfoto Daniel Lozakovich © Lev Efimov, Deutsche Grammophon
Im Alter von 15 Jahren unterzeichnet Daniel Lozakovich einen exklusiven Plattenvertrag mit der Deutschen Grammophon.

Mit einem Jahr Verzögerung konnten die Bremer Philharmoniker und Generalmusikdirektor Marko Letonja im vergangenen Sommer zu ihrem traditionellen Auftritt beim Musikfest Bremen den Geiger Daniel Lozakovich begrüßen. In Schweden als Sohn von aus der Sowjetunion emigrierter Eltern geboren, trägt der inzwischen 20-Jährige die "russische Seele" in sich - und bewies das bei Tschaikowskys Violinkonzert, das immenses technisches Können und musikalische Gestaltungskraft verlangt. Und tatsächlich: "Seine Interpretation geriet atemberaubend", staunte der Rezensent des "Weser Kuriers".

"Eine neue traurige Sinfonie"

Mit der vierten Sinfonie von Johannes Brahms widmeten sich die Philharmoniker dem Schluss- und Höhepunkt von dessen orchestralem Oeuvre. Bei der Uraufführung 1885 in Meiningen stand der Komponist selbst am Pult und konfrontierte seine Zeitgenossen mit diesem herben und für viele anfangs befremdlichen Stück. Obwohl auch diese Sinfonie während der Sommerferien in der Steiermark entstanden war, warnte Brahms seinen Verleger: "Ich fürchte nämlich, sie schmeckt nach dem hiesigen Klima - die Kirschen hier werden nicht süß." Heute gehört die Vierte zu seinen beliebtesten Orchesterwerken. Aufgrund ihres kompromisslosen, dichten Charakters gilt sie aber auch als die wohl schwierigste aller Brahms-Sinfonien.

Brahms auf dem Hammerklavier

Der gebürtige Südafrikaner Kristian Bezuidenhout ist einer der international gefragtesten Spezialisten auf historischen Tasteninstrumenten. Vor allem seine Bach-, Haydn- und Mozart-Interpretationen voller Lebendigkeit und Intensität haben dem Hammerklavier zu neuer Bedeutung verholfen. Beim Musikfest Bremen setzte er sich im September Werken der Romantik auseinander, darunter auch Johannes Brahms' euphorisch-aufwühlendem dritten Klavierquartett. Unterstützt wurde der feinsinnige Pianist dabei von einer Reihe herausragender, ebenfalls originalklanggeschulter Kolleginnen.

Das Programm

Peter Tschaikowsky
Violinkonzert D-Dur op. 35
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Daniel Lozakovich Violine
Bremer Philharmoniker
Ltg.: Marko Letonja
Aufzeichnung vom 14. September 2021 in der Glocke in Bremen

Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60 
Kristian Bezuidenhout Hammerklavier
Lorenza Borrani Violine
Simone von Rahden Viola
Luise Buchberger Violoncello
Aufzeichnung vom 10. September 2021 in der Glocke in Bremen

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