Das Sonntagskonzert

Schleswig-Holstein Musik Festival 2021

Sonntag, 24. Oktober 2021, 11:00 bis 13:00 Uhr

Anastasia Kobekina posiert © Julia Altukhova
Anastasia Kobekina hat bereits im Alter von sechs Jahren als Solistin mit Orchester debütiert.

Das Schleswig-Holstein Musik Festival brachte im August die russische Cellistin Anastasia Kobekina auf die Bühne der Elbphilharmonie. Begleitet wurde sie vom Ensemble Reflektor mit der Gastdirigentin Holly Hyun Choe, Assistentin von Paavo Järvi und Stipendiatin des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. Gemeinsam spielten sie bekannte Werke von Schumann und Schubert und eine Ouvertüre der bislang noch selten aufgeführten mecklenburgischen Komponistin Emilie Mayer.

Ein unsterbliches Werk für ein vergessenes Instrument

Franz Schubert liebte es, unbekanntes Terrain zu erkunden: Als ein Wiener Geigenbauer ein neues Instrument auf den Markt brachte, halb Cello, halb Gitarre, ließ er sich gleich zur Komposition eines neuen Werks inspirieren. Und nur dieser "Arpeggione-Sonate", wie Schubert sie nannte, ist überhaupt noch die Erinnerung an den sechssaitigen Zwitter zu verdanken, der schnell wieder vergessen wurde. Nach dem Tod des Komponisten erschienen Bearbeitungen für Geige und Cello, und auch die Flötisten haben sich schon der reizvollen Sonate angenommen. Den Klavierpart hat außerdem noch der Cellist und Komponist Antonio Tusa orchestriert. Franz Schubert hätte wohl seine Freude daran gehabt, dass auf diese Weise die Cellokonzert-Literatur um ein Meisterwerk erweitert wurde.

Meisterwerk einer mecklenburgischen Komponistin

Zu hören ist neben Robert Schumanns vierter Sinfonie noch eine weitere Kostbarkeit: ein Stück der zu ihrer Zeit in ganz Europa berühmten und heute erst langsam wiederentdeckten mecklenburgischen Komponistin Emilie Mayer. Die dramatische "Faust"-Ouvertüre war Ende des 19. Jahrhunderts ihr erfolgreichstes Werk.

Das Programm

Emilie Mayer
Faust-Ouvertüre op. 46
Franz Schubert/Antonio Tusa
Arpeggione-Sonate, Bearbeitung für Cello und Orchester 
Robert Schumann
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Anastasia Kobekina Violoncello
Ensemble reflector
Ltg.: Holly Hyun Choe

Aufzeichnung vom 17. August 2021 in der Elbphilharmonie in Hamburg

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