Chormusik

Trauermusik von Anton Bruckner

Mittwoch, 17. November 2021, 21:29 bis 22:00 Uhr

Anton Bruckner (1824-1896) © picture alliance / akg-images
Anton Bruckner (1824-1896) © picture alliance / akg-images
Joseph Anton Bruckner war ein österreichischer Komponist der Romantik sowie Organist und Musikpädagoge.

Von den 170 Kompositionen Anton Bruckners sind der Großteil - anders als man denken würde - Lieder und Chorwerke. Es scheint, als habe der große Sinfoniker, als der er später bekannt wurde, zwei Seelen in seiner Brust gehabt. In jungen Jahren war sein Schaffen stark geprägt von der Nähe zum Stift St. Florian, in der zweiten Hälfte seines Schaffens war er Entwickler einer neuen Form der Sinfonie, die ihre Wirkung weit bis ins 20. Jahrhundert hatte.

Bruckners Jugendwerk

Sein erstes großes geistliches Werk entstand 1848/49 nach dem plötzlichen Tod von Franz Seiler, einem Förderer Bruckners und engem Freund der Familie. Dieser vermachte Bruckner einen Bösendorfer-Flügel, und Bruckner komponierte zu Ehren Seilers das Requiem in d-Moll, das ein Jahr nach Seilers Tod im Stift St. Florian in memoriam aufgeführt wurde. Seiler war dort Hofschreiber gewesen, und Bruckner hatte von Jugend an mehrere Jahre Ausbildung am Stift genossen und wurde später Lehrer und Stiftsorganist in St. Florian. Sein im Alter von 24 Jahren komponiertes Requiem ist deutlich von Mozarts Requiem inspiriert und unterscheidet sich von den Werken, die Bruckner später zu Papier brachte.

Wie auch seine Sinfonien hat Anton Bruckner das Requiem, das er zeitlebens sehr schätzte, umfänglich überarbeitet und die Harmonik verändert, vor allem aber die Violinstimme sowie die Sing- und Posaunenstimmen.

Bruckners Requiem mit dem RIAS Kammerchor

Der RIAS Kammerchor hat gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin Bruckners Sakralwerke aufgenommen, die sich auf eine neue Gesamtausgabe des Musikwissenschaftlers Benjamin-Gunnar Cohrs stützen. Auch die Größe der Besetzung entspricht in etwa der Anzahl an Musikern, die Bruckner damals 1849 in St. Florian bei der Aufführung des d-Moll Requiems, an der er selbst als Organist mitwirkte, zur Verfügung hatte.

Eine Sendung von Chantal Nastasi.

 

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