Stand: 17.09.2018 10:22 Uhr

Gänsehautfinale mit Pianist Levit und Manze

von Karin Erichsen

Mit einem neuen Besucherrekord sind die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gestern Abend in Wismar zu Ende gegangen. Etwa 86.000 Konzertgäste haben nach Angaben des Festivals seit dem 15. Juni die rund 150 Veranstaltungen im ganzen Land besucht. Und das Publikum der Festspiele hat am Sonntag in der Georgenkirche mit dem Konzert des Pianisten Igor Levit nochmals einen letzten Höhepunkt in diesem Sommer erlebt.

Die Vorfreude auf Igor Levit war groß, vor vier Jahren hatte er als Preisträger in Residence den Konzertsommer in Mecklenburg-Vorpommern geprägt. Seine Beethoven-Interpretationen waren vielen Gästen der Festspiele noch im Ohr. Am Sonntag kehrte er mit Beethovens 1. Klavierkonzert zurück.

Igor Levit begeistert mit Beethovens 1. Klavierkonzert

Sein temporeiches Spiel, sein zarter Anschlag, seine feine Gestaltung begeisterten erneut die Konzertgäste. Erst am vergangenen Wochenende hatte Kit Armstrong das gleiche Konzert in Redefin und Neubrandenburg gespielt. Auch seine Residenz in diesem Sommer sei ein großer Erfolg gewesen. Armstrong habe sich in mehr als zwanzig Konzerten äußerst vielseitiger Künstler, als Solist und Kammermusiker, als Komponist, Organist und sogar als Origami-Experte präsentiert, sagte Festspielintendant Markus Fein.

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Andrew Manze dirigierte die Konzerte mit der NDR Radiophilharmonie und mit Igor Levit.

Zu den neuen Dingen gehörten ungewöhnliche Konzertorte wie die Eisengießerei in Torgelow, die Bootswerft in Freest oder der Plenarsaal im Schweriner Schloss, aber auch das Festivalformat "2xHören" oder ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Dresdner Kreuzchor, bei dem Senioren aus Mecklenburg-Vorpommern zu Gesprächen mit den jungen Kruzianern zusammen gebracht worden waren. Das Publikum blickte gern auf die vergangen drei Monate zurück: Viele der Konzertbesucher vom Sonntag hatten regelmäßig Veranstaltungen besucht.

Opulenter Klang zu Sibelius 5. Sinfonie

Mit dem opulenten Orchesterklang von Sibelius 5. Sinfonie, mit dem die NDR Radiophilharmonie die Georgenkirche zum Schwingen brachte, haben sich die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern von ihrem Publikum verabschiedet - bis zu den Adventskonzerten, die quasi schon vor der Tür stehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 17.09.2018 | 07:20 Uhr

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