Stand: 07.04.2019 13:00 Uhr

Daniel Hope leitet 2020 Rügener Festspielfrühling

von Axel Seitz

Mit dem traditionellen Festspielkehraus im Theater Putbus ist der 8. Festspielfrühling Rügen zu Ende gegangen. In den vergangenen zehn Tagen gab es mehr als 20 Konzerte, zu denen rund 5.000 Besucher kamen. In einem ersten Ausblick auf den Festspielfrühling im kommenden Jahr wurde bekannt gegeben, dass nach dem Cellisten Daniel Müller-Schott der Geiger Daniel Hope die künstlerische Leitung übernimmt.

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Der Geiger Daniel Hope übernimmt die Leitung des 9. Festspielfrühlings auf Rügen.

"Seit langer Zeit bin ich bei den Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast und fühle mich dem Festival, dem Land und den wunderschönen Spielstätten sehr verbunden", freut sich Hope. Bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten kommt der gebürtige Südafrikaner regelmäßig zu den Festspielen nach Mecklenburg-Vorpommern. Er war 2006 erster Preisträger des gesamten Festspielsommers und zwischen 2009 und 2013 sogar ihr künstlerischer Leiter.

"Das ist für uns ein Riesenglück, er kennt die Festspiele in- und auswendig", sagt der heutige Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Markus Fein. "Aber er kennt die Insel Rügen noch so gut wie gar nicht. Er war immer bei den Veranstaltungsorten auf dem Festland zu erleben. Das ist für ihn eine neue Aufgabe, eine neue Herausforderung."

2020: Festspielfrühling im Zeichen von Ludwig van Beethoven

Und bei dieser Herausforderung wird einer der bekanntesten deutschen Komponisten im Mittelpunkt stehen. Anlässlich seines 250. Geburtstags wird dann der Komponist Ludwig van Beethoven musikalisch im Mittelpunkt stehen.

Das genaue Programm soll erst Anfang August präsentiert werden, aber Hope gibt bereits einen kleinen Ausblick auf 2020: "Zwei große Orchesterkonzerte, Kammermusik, Late-Night-Konzerte, ein Filmabend und zum Beethoven-Jahr natürlich immer wieder Werke des großen Meisters." Zudem werden der Pianist Jacques Ammon, der Cellist Eckart Runge sowie der Schauspieler Sebastian Koch erwartet.

Daniel Hope: Ein konzeptioneller Denker

Festspielintendant Markus Fein schätzt Daniel Hope nicht nur als Musiker, sondern auch als Künstlerpersönlichkeit: "Ich kenne wenige Interpreten, die so viele gute, dramaturgisch durchdachte Ideen haben. Daniel Hope ist wirklich ein Gestalter, der inhaltlich, dramaturgisch und konzeptionell denken kann."

Wenn Daniel Hope im kommenden Frühjahr - vom 13. bis zum 22. März 2020 - das musikalische Sagen auf Rügen hat, dann ist es bereits der neunte Festspielfrühling. Vor dem Geiger waren zunächst fünf Jahre lang das Fauré-Quartett, dann der Bratschist Nils Mönkemeyer, der Klarinettist Matthias Schorn und eben in diesem Jahr der Cellist Daniel Müller-Schott verantwortlich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassikboulevard | 07.04.2019 | 14:20 Uhr