Oper "Lucia di Lammermoor" macht die Stadt zur Bühne

Stand: 08.04.2021 11:50 Uhr

Regisseurin Amelie Niermeyer hat den Stoff aus dem 16. Jahrhundert um zwei verfeindete Familien nach Hamburg geholt.

Die Hauptfigur aus "Lucia di Lammermoor" lebt alleine in einer Männerwelt. Sie liebt Edgard, den Sohn einer verfeindeten Familie. Aber ihr Bruder will sie mit einem andern verheiraten, um den Besitz seiner Familie zu sichern. Doch Lucia will ihrer Liebe nicht entsagen.

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Das Spannungsfeld der Staatsoper Hamburg liegt zwischen sorgsamer Pflege eines breiten Repertoires und der markanten Leidenschaft für das Neue. extern

"Lucia di Lammermoor" ist eine Geschichte um Liebe, Macht, Mord und Intrigen. Regisseurin Amelie Niermeyer hat sie an die Hamburger Staatsoper geholt. Sie gibt dem Stoff ihren eigenen Blick, denn ihre Inszenierung spielt auch mitten in der Hansestadt: Frauen tanzen am Dammtor, am Jungefernstieg und um die Alster. Diese Tanzvideos werden während der Oper auf die Bühne projiziert. Die Frauen sollen Lucia zu Hilfe eilen und sich verbünden. Inspiriert haben die Regisseurin Frauenproteste in Südamerika, Belarus und der Türkei: "Ich wünsche mir, dass Frauen zusammenhalten, dass Frauen gemeinsam aufstehen, dass ein Widerstand entsteht. Daher zeigen wir, dass diese Bewegung längst läuft."

Eigentlich hätte die Oper diese Woche Premiere feiern sollen, was aufgrund des Lockdowns nicht möglich ist. Amelie Niermeyer hofft, ihre "Lucia" noch diese Spielzeit vor Zuschauern auf der Bühne der Staatsoper zeigen zu können.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 07.04.2021 | 19:30 Uhr

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