Simon Höfele und Elisabeth Brauß im Foyerkonzert. © NDR Foto: Bita Schafineya

Meisterhaftes Foyerkonzert mit Simon Höfele und Elisabeth Brauß

Stand: 21.07.2021 07:00 Uhr

NDR Kultur hat in Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Musiktagen den jungen Ausnahmetrompeter Simon Höfele und die Klaviervirtuosin Elisabeth Brauß im Foyerkonzert im Wolfsburger Phaeno präsentiert.

von Bita Schafi-Neya

Simon Höfele © Sebastian Heck Foto: Sebastian Heck
Der 27-jährige Simon Höfele ist einer der spannendsten Trompeter der jungen Generation.

Monatelang blieben die Konzertsäle leer. Wegen der Corona-Pandemie konnten viele Musikerinnen und Musiker nicht auftreten. Nun aber ist es wieder soweit: Das Duo aus Trompeter Simon Höfele und Pianistin Elisabeth Brauß spielte im Foyerkonzert Werke des 20. Jahrhunderts ihres neuen Albums "New Standards", das es auf die Longlist des renommierten Preises der Deutschen Schallplattenkritik geschafft hat.

Nachdem die Gäste im Foyer Platz genommen haben, erklingen die ersten Töne des Komponisten Paul Hindemith Mit seiner extravaganten Kunst schafft es der erst 27-jährige Simon Höfele meisterhaft, der Trompete eine sehr klangvolle Bandbreite zu entlocken.

Simon Höfele und Elisabeth Brauß im Foyerkonzert. © NDR Foto: Bita Schafineya
AUDIO: Foyerkonzert mit Simon Höfele und Elisabeth Brauß (56 Min)

Simon Höfele und Elisabeth Brauß: ein kongeniales Team

Ludwig Hartmann und Elisabeth Brauß im Gespräch. © NDR Foto: Birgit Laabs
NDR Kultur Moderator Ludwig Hartmann führte durch den Abend.

Die beiden Künstler harmonieren perfekt. Die Pianistin Elisabeth Brauß ist eine ausgesprochen versierte Musikerin, sanft gleiten ihre Hände über die Tasten. Für Simon Höfele ist sie eine ganz besondere Begleiterin: "Die Qualität von Elisabeth ist wirklich unglaublich. Das macht mein Leben unglaublich einfach. Ich brauche nur noch zu spielen und Elisabeth ist einfach kongenial und ich kann nichts mehr falsch machen." Bei den emotionalen, durchaus traurigen, aber klangschönen Tönen des armenischen Komponisten Alexander Arutjunjan lässt Simon Höfele seine Trompete flüstern, singen und tanzen.

Im vergangenen Jahr gewann Höfele den Opus Classic Preis, spielte schon mit vielen renommierten Orchestern: "Aber natürlich bildet Kammermusik einen genauso großen Schwerpunkt wie alles Orchestrale oder als Solist mit Orchester. Und da ist es natürlich einfach großartig, wenn man so eine wunderbare Pianistin wie Elisabeth hat, die Kammermusik wirklich zum absoluten Highlight macht."

Klangwolken beim Foyerkonzert im Wolfsburger Phaeno

Die 25-jährige Pianistin Eisabeth Brauß spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Klavier. Ihre präzise Art lässt im Foyer des Phaeno in Wolfsburg Klangwolken entstehen. Da wundert es nicht, dass Brauß schon zahlreiche Wettbewerbs-Preise eingesammelt hat. Als Simon Höfele sie fragte, ob sie mit ihm das neue Album aufnehmen möchte, zögerte sie nicht lange:

"Ich war damals an der Supermarktkasse, als ich seine Nachricht gelesen habe. Ich weiß noch relativ genau, ich habe mich sehr gefreut, weil ich Simon erstens kurz vorher persönlich kennengelernt und zweitens aber auch ein Konzert gehört hatte. Ich habe dann sofort gedacht, das muss ich mit meiner Agentur besprechen, wusste aber sofort, mein Herz möchte es. Es war wirklich von Anfang an harmonisch."

Es ist, als würden sich in der Musik zwei miteinander verständigen, die sich entweder schon lange kennen oder auf andere Weise eine besondere Verbindung zueinander haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 21.07.2021 | 06:40 Uhr

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