Jazz Trompeter und Sänger Louis Armstrong © picture alliance / ZUMAPRESS.com | Foto: Bob Moreland

Satchmo Forever! Vor 50 Jahren starb Louis Armstrong

Stand: 06.07.2021 09:48 Uhr

Als Trompeter mit markanter Stimme hat er den Jazz geprägt wie wenige andere. Mit Wärme und Witz machte Louis Armstrong seine Kunst für ein ganz neues Publikum populär. Vor 50 Jahren am 6. Juli 1971 starb der "König des Jazz".

Die Entwicklung von einer im Kollektiv improvisierten zu einer von Solisten geprägten Musik wäre ohne ihn nicht denkbar gewesen. Wie kein anderer machte Louis Armstrong, am 4. August 1901 in New Orleans geboren, den Jazz zu einer individuell geprägten Ausdrucksform. Der brillante Trompeter mit unverwechselbarem Ton wurde früh zum gefeierten Star.

Welterfolg mit "What A Wonderfull World"

Jazz Trompeter und Sänger Louis Armstrong © picture-alliance / Mary Evans Picture Library
Wegen seines großen Mundes erhielt Louis Armstrong den Spitznamen "Satchmo", abgeleitet von "satchel mouth", wörtlich übersetzt "Schulranzen-Mund".

Sein Erfolg wuchs noch, als "Satchmo" zu singen begann und als Entertainer mit Reibeisenstimme zum absoluten Bühnenliebling wurde. Das Lied, das ihn unsterblich gemacht hat, hat mit Jazz wenig zu tun. "What a wonderful world" - ein verträumtes Lied über die Schönheit der Natur und das kleine Glück. 1967 wurde er aufgenommen, als in den USA die Bürgerrechtsbewegung und der Vietnamkrieg den Menschen unruhige Zeiten bescherten. Der Boss der amerikanischen Plattenfirma, bei der Armstrong unter Vertrag stand, konnte dem Song allerdings nichts abgewinnen. Louis Armstrong aber glaubte an dieses speziell für ihn komponierte Lied, verzichtete deshalb auf seine Gage und ließ sich lediglich 250 Dollar geben, um die Studiomusiker bezahlen zu können. Und Louis Armstrong sollte Recht behalten: Obwohl die Plattenfirma keine Werbung für die Single machte, kletterte sie weltweit in den Hitparaden ganz weit nach oben.

Louis Armstrong: "Mein ganzes Leben bestand aus Glück"

Auch wenn ihm seine kommerziellen Ausflüge in späteren Jahren Kritik einbrachten - sie änderten nichts an Louis Armstrongs einzigartiger Bedeutung für den Jazz. 1971 starb Louis Armstrong in seinem bescheidenen Haus im New Yorker Stadtteil Queens an einer Herzschwäche. Er wurde 69 Jahre alt. "Mein ganzes Leben bestand aus Glück", sagte er einmal rückblickend. "Bei all meinen Missgeschicken habe ich nichts geplant. Ich habe das Leben genommen, wie es war. Und was auch immer dabei herauskam, für mich war das Leben wunderschön, und ich liebe alle."

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 07.07.2021 | 07:40 Uhr

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