Händels Oper "Admeto" im Videostream

Stand: 19.02.2020 17:29 Uhr

2009 verwandelte Doris Dörrie als Regisseurin von "Admeto" das Drama um den thessalischen Herrscher Admetos, seine treue Gattin Alkestis und die verschmähte Verlobte Antigone in ein fernöstliches Schauspiel mit schweren japanischen Prachtkostümen, Schattenspielen und Butoh-Tanzeinlagen.

"Admeto" - 2. Akt
"Admeto" - 3. Akt

Als am 6. April 1754 in London zum letzten Mal Händels frühe Oper "Admeto. Re di Tessaglia" gegeben wurde, war das gleichzeitig die letzte Aufführung einer Händel-Oper für die folgenden hundertsiebzig Jahre. Die Göttinger Händel-Festspiele haben 1920 diesen Bann gebrochen und der Beschäftigung mit Händels Opernschaffen neue Impulse gegeben.

Am 26. Mai 2009 feierte eine Neuproduktion von "Admeto" bei Festspielen Premiere. Entstanden war das Werk 1725/26, als Händel zusammen mit Bononcini und Ariosti am Londoner King’s Theatre zu den meistbeschäftigten Komponisten zählte. In den neun Spielzeiten von 1720 bis 1728 wurden 14 seiner Opern dort aufgeführt. Der deutsche Komponist Johann Joachim Quantz, hatte den Kastraten Senesino bei einer dieser Aufführungen erlebt und lobte die Zurückhaltung bei "willkürlichen Verzierungen" des Sängers, aber auch die "größten Freiheiten", die sich Senesino im Umgang mit den "wesentlichen Manieren" dabei nahm. In Göttingen übernahm der Altus Tim Mead die Titelrolle dieser Oper. Nicholas McGegan leitete das mit prominenten Händel-Interpreten besetzte Ensemble und das FestspielOrchester Göttingen. Regie bei dieser herausragenden Produktion zum Händel-Jahr 2009 führte Doris Dörrie. Sie verwandelte das Drama um den thessalischen Herrscher Admetos, seine treue Gattin Alkestis und die verschmähte Verlobte Antigone in ein fernöstliches Schauspiel mit schweren japanischen Prachtkostümen, Schattenspielen und Butoh-Tanzeinlagen.

Das Programm

Oper in drei Akten, szenische Aufführung in italienischer Sprache

Regie: Doris Dörrie
Admeto: Tim Mead, Altus
Alceste: Marie Arnet, Sopran
Antigona: Kirsten Blaise, Sopran
Orindo: Andrew Radley, Altus
Trasimede: David Bates, Altus
Ercole: William Berger, Bass
Meraspe: Wolf Matthias Friedrich, Bass

FestspielOrchester Göttingen
Ltg.: Nicholas McGegan

Liveaufzeichnung der Premiere am 26.5.2009 im Deutschen Theater

Weitere Informationen
Ulrike Schneider in der Hauptrolle in der Oper "Agrippina" bei den Internationaelen Händel-Festspielen Göttingen 2015. © Theodoro da Silva Foto: Theodoro da Silva

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 23.02.2020 | 13:00 Uhr

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