Stand: 18.10.2017 14:10 Uhr

Umbau des Buddenbrookhauses wird ausgeschrieben

Der Umbau des Lübecker Buddenbrookhauses ist europaweit ausgeschrieben worden. Ziel sei eine ideale Lösung für die Erweiterung des Museums. Besonders gewünscht sei dabei, Architektur und Inhalt als Einheit zu denken, so der Leitende Direktor der Lübecker Museen, Hans Wißkirchen: "Idealerweise erzählen im neuen Buddenbrookhaus Form und Inhalt eine gemeinsame Geschichte".

Das schleswig-holsteinische Kulturministerium finanziert den Wettbewerb und rechnet mit einer hohen Resonanz. Schließlich sei das Buddenbrookhaus eine Erinnerungs- und Forschungsstätte von internationalem Rang, so Kulturministerin Karin Prien. Die Entscheidung über den Auftrag wird für März 2018 erwartet.

2,5 Millionen Euro fehlen noch

Bild vergrößern
Das Buddenbrookhaus war bis 1891 im Besitz der Familie Mann. Seit 1993 ist es Gedenkstätte.

Noch fehlen jedoch Mittel für den Umbau: Nach Angaben von Wißkirchen beträgt die Lücke nach derzeitigem Stand noch etwa 2,5 Millionen Euro. Insgesamt soll der Umbau 18 Millionen Euro kosten.

Bereits 2011 hatte das Buddenbrookhaus das Nachbarhaus in der Mengstraße mit Geld vom Bund gekauft. Beide Häuser sollen in ihrem Inneren miteinander verschmelzen, sodass die Ausstellungsfläche auf 2.000 Quadratmeter verdoppelt wird. Inhaltlich soll in der Dauerausstellung der Weg der Schriftstellerfamilie Mann von Lübecker Hanseaten zu Weltbürgern stärker in den Fokus rücken.

Weitere Informationen

Lübecker Buddenbrookhaus vor Umbau

Monatelang gab es Streit. Nun zeichnet sich eine Lösung zwischen Denkmalpflege und Museumsleitung für den Umbau des Lübecker Buddenbrookhauses ab. (22.07.2017) mehr

mit Video

Lübeck: UNESCO-Welterbe seit 30 Jahren

Gotische Kirchen, enge Gassen, moderne Museen: Lübeck trumpft mit einem großen Kulturangebot auf. Seit 30 Jahren gehört die Hansestadt zum Welterbe. Das wird jetzt gefeiert. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Kulturnachrichten | 18.10.2017 | 17:00 Uhr