Stand: 26.02.2020 12:02 Uhr

Nolde-Museum wird saniert - Ausstellung muss umziehen

Alles muss raus: die Wände, die Decken und Böden, die Elektrik und die Heizung. Zum ersten Mal wird das Emil Noldes Haus im nordfriesischen Seebüll nahe der dänischen Grenze komplett saniert. Eineinhalb Jahre bauen Arbeiter die Räume nun um. Deshalb muss die neue Jahresausstellung, die traditionell am 1. März startet, dieses Mal auf der anderen Straßenseite im modernen Besucherforum des Museums stattfinden. Hier ist nicht so viel Platz, und so heißt diese 64. Jahresausstellung auch passend: "Der Zauber des kleinen Formats".

Noldes Bilder in Miniformat

Aus Platz- und Sicherheitsgründen werden kleine Formate des Künstlers Emil Nolde präsentiert. Normalerweise verteilte der Maler mit riesigen Pinseln Farbe über großflächige Leinwände. Aber Nolde malte eben auch klein, zum Beispiel auf 50 mal 75 Millimetern - das kleinste Bild der neuen Ausstellung. Auch einen Rosenstamm hat der Expressionist quasi herangezoomt und ein kleineres Detailbild gemacht. Ein kleines Lesezeichen wird ebenfalls ausgestellt.

Bilder mit Seltenheitswert

Die Bilder seien zu Noldes Lebzeiten nicht ausgestellt worden, und "auch bis in die jüngste Gegenwart wurden sie eigentlich kaum gezeigt", sagt der Direktor der Nolde Stiftung Seebüll, Christian Ring. Das Thema "Kleinformate" erlaubt auch einen Blick in die Maler-Werkstatt. Man sieht, wie genau Nolde Skizzen im Mini-Format 14 mal 8 Zentimeter anfertigte, die dann Grundlage größerer Bilder wurden.

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Der Direktor des Nolde Museums Seebüll, Christian Ring, zeigt auf Bilder in der Ausstellung. © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder/dpa

Museum zeigt Noldes kleinformatige Bilder

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Karte: Nolde Museum Seebüll

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 26.02.2020 | 19:30 Uhr