Stand: 23.06.2020 14:10 Uhr

Lübecker Firma arbeitet an Christos letztem Projekt

Am 31. Mai starb Verhüllungskünstler Christo in New York - mitten in den Arbeiten zu einer weiteren seiner aufsehenerregenden Verhüllungen. Die Verhüllung des Trimphbogens in Paris war eigentlich für dieses Jahr geplant, wurde auf Grund der Corona-Pandemie aber auf September 2021 verschoben. In Lübeck schneidern derzeit Näherinnen 40 große Stoffstücke, die dann vor Ort in Paris zusammengeführt werden.

VIDEO: Lübecker arbeiten für Verhüllungskünstler Christo (3 Min)

40 Jahre alte Zeichnungen als Vorlage

Christo plante seit 1962, das Pariser Wahrzeichen - den Arc de Triomphe - zu verpacken. Projektleiter Felix Dickenberger bringt das zu Ende, was Christo sich ausgedacht hat. Er verrät, dass der Triumphbogen erst eingerüstet wird, dann kommen 25.000 Quadratmeter Stoff darüber. Als Vorlage dienen Dickenberger und seinem Team Zeichnungen von Christo. "So können wir uns vorstellen, wie es aussehen soll. Was ich persönlich immer sehr beeindruckend finde: Vor 40 Jahren hat er die gezeichnet und er sieht voraus, wie der Stoff fällt und welche Farbe das ist", schwärmt der Projektleiter.

Christo soll zufrieden sein

Christo war bekannt als absoluter Perfektionist. In Paris wird Christos Neffe das letzte Kunstprojekt leiten. Dabei wird er den hohen Anspruch seines Onkels vertreten - mit der Unterstützung aus Lübeck. "Das ist praktisch der letzte Akt in dieser fast zehnjährigen Zusammenarbeit. Das wollen wir natürlich so machen, dass er - wenn er von ganz oben zuguckt - dann auch zufrieden ist", sagt Robert Meyknecht, der Chef der Firma, die die riesigen Stoffstücke näht.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 23.06.2020 | 19:30 Uhr