Stand: 17.02.2018 12:09 Uhr

Die besten Pressefotos zu Gast in Oldenburg

Die Besten der Besten hängen seit Sonnabend in Oldenburg: Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt bis zum 11. März eine Ausstellung mit Motiven, die von der 1955 gegründeten niederländischen World Press Photo Foundation als beste Pressefotos der Welt 2017 ausgezeichnet wurden. Die Schau im Schloss Oldenburg umfasst eine Auswahl prämierter Fotos in acht Kategorien, teilte das Museum mit. Dazu zählen die Bereiche allgemeine Nachrichten, Spot-News, zeitgenössische Themen, tägliches Leben, Portraits, Natur, Sport und langfristige Projekte.

Kontroverse um Siegerfoto

Seit 2016 wird die Ausstellung jährlich auch in Oldenburg gezeigt. Die Motive sollten dazu beitragen, "dass sich Menschen mit den Themen Pressefreiheit und Bildjournalismus beschäftigen, die damit sonst nichts zu tun haben", sagte Initiator Claus Spitzer-Ewersmann. Zur Eröffnung erwarten die Organisatoren mit Francis Pérez und Peter Bauza zwei Preisträger. Zu sehen sind den Angaben zufolge weit mehr als 100 Aufnahmen, darunter das aktuelle Pressefoto des Jahres des türkischen Fotografen Burhan Ozbilici, das als Hauptpreis in keiner Kategorie verortet ist. Auf dem Bild ist der Mörder des russischen Botschafters in der Türkei, Andrei Karlow, zu sehen. Es zeigt den Täter in seiner Siegerpose unmittelbar nach dem Attentat am 19. Dezember 2016 in Ankara.

Veranstaltung über "Grausamkeit der Geste"

In der Jury sei dieses Foto sehr umstritten. Es verdeutliche einerseits den Hass, andererseits könne es auch als Terrorpropaganda verstanden werden, sagte Spitzer-Ewersmann. Einer der Höhepunkte der ersten Woche im Begleitprogramm sei deshalb auch eine Diskussion am 20. Februar unter der Leitfrage "Die Grausamkeit der Geste - Wie weit dürfen Pressefotos gehen?". Zu den bisherigen beiden Ausstellungen in Oldenburg kamen dem Museum zufolge insgesamt mehr als 30.000 Besucher.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.02.2018 | 17:00 Uhr