Thomas Köck © dpa Foto: Roland Weihrauch

Hörspielpreis der Kriegsblinden für Autor Thomas Köck

Stand: 18.08.2021 17:40 Uhr

Der österreichische Autor Thomas Köck erhält den 70. Hörspielpreis der Kriegsblinden. Der 35-Jährige wurde am Mittwoch in Köln für sein Hörspiel "ATLAS" mit dem nicht dotierten Preis für Radiokunst ausgezeichnet. Das Hörspiel ist eine Produktion des Mitteldeutschen Rundfunks.

In "ATLAS" geht es um die Arbeitsmigration in den 1980er-Jahren, den Untergang der DDR und um ein Kind, das nach Vietnam reist, um den Weg seiner Vorfahren nachzuzeichnen. Köck entwickele eine ungewöhnliche Perspektive auf die politische Wende 1989 und eine vietnamesische Familiengeschichte, erklärte die Film- und Medienstiftung NRW. Der Autor hatte 2019 für die Theaterfassung des nun prämierten Hörspiels bereits den Mülheimer Dramatiker-Preis gewonnen.

Köck setzt sich gegen zwei weitere Nominierungen durch

Nominiert waren zwei weitere Hörspiele. "Fünf Flure, eine Stunde - Hörspiel in einem Take" von Luise Vogt handelt von Helfenden und Hilfebedürftigen im Altenheim. "Einsam stirbt öfter. Ein Requiem" von Gesche Piening erzählt von Menschen, die vereinsamt und unbemerkt sterben.

Auszeichnung gilt als bedeutendster Preis für Hörspiel-Autoren

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Autoren und Autorinnen von Hörspielen. Er wurde 1950 vom Bund der Kriegsblinden begründet. Inzwischen wird die Auszeichnung von der Film- und Medienstiftung NRW und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband getragen. Preisträger waren unter anderem Friedrich Dürrenmatt, Ingeborg Bachmann, Heiner Müller, Christoph Schlingensief und Elfriede Jelinek.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 18.08.2021 | 17:40 Uhr