Stand: 09.12.2018 19:43 Uhr

Vor 80 Jahren wurde das KZ Neuengamme errichtet

Bild vergrößern
Vor 80 Jahren entstand im Südosten Hamburgs, im damaligen Dorf Neuengamme, das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands.

Vor 80 Jahren entstand im Südosten Hamburgs, im damaligen Dorf Neuengamme, das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Im Verlauf des Krieges deportierten die Gestapo und die SS Zehntausende Menschen aus allen besetzten Ländern Europas als KZ-Häftlinge dorthin. Gründe für die Einweisung waren zumeist ihr Widerstand gegen die deutsche Besatzungsherrschaft, Auflehnung gegen Zwangsarbeit oder rassistisch motivierte Verfolgung. Nur die Hälfte der Häftlinge des KZ Neuengamme hat die Zeit dort überlebt.

20 Millionen Ziegel

Das SS-Unternehmen Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH nahm 1938 Kaufverhandlungen mit der Stadt Hamburg über ein 50 Hektar großes Gelände in Neuengamme auf. Dort befanden sich eine seit Jahren stillgelegte Ziegelei und Flächen, die sich zum Abbau von Ton eigneten. Die Vertragspartner erzielten eine Übereinkunft, welche die Errichtung eines von der Stadt finanzierten Konzentrationslagers und die Lieferung von jährlich 20 Millionen Ziegeln für die Neugestaltung des Elbufers umfasste.

Ab dem 12. Dezember 1938 wurde der Betrieb der Ziegelei mit 100 Häftlingen des Konzentrationslagers Sachsenhausen aufgenommen, die von 40 SS-Männern aus dem KZ Buchenwald bewacht wurden.

Weitere Informationen

Hunderte bei Gedenkfeier in Neuengamme

Hunderte Menschen haben an einer Gedenkfeier im ehemaligen KZ Neuengamme teilgenommen. Darunter waren auch Überlebende, die von ihren damaligen Erfahrungen berichteten. 03.05.2018) mehr

1938: Nazis eröffnen das KZ Neuengamme

Im Konzentrationslager Hamburg-Neuengamme und seinen Außenlagern starben während der NS-Zeit mehr als 40.000 Menschen. Doch erst seit 2005 erinnert eine Gedenkstätte an ihr Leiden. (03.05.2018) mehr

Giordano-Bibliothek in Neuengamme eröffnet

In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme hat Hamburg jetzt eine Ralph-Giordano-Bibliothek. Sie umfasst rund 3.300 Bücher und soll das Andenken an den jüdischen Journalisten und Schriftsteller bewahren. (17.02.2018) mehr

 

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 09.12.2018 | 19:30 Uhr

Mehr Geschichte

02:38
Hamburg Journal

Heimatkunde: Rotherbaum

19.01.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:59
Hamburg Journal

Bismarck-Statue thront auf Bunker

19.01.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal
04:00
Nordtour

Neue App zeigt Hamburg von 1860

19.01.2019 18:00 Uhr
Nordtour

Norddeutsche Geschichte