Stand: 29.05.2018 13:25 Uhr

Die schwersten Bahnunglücke seit 1960

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Das Unglück von Eschede ist das schwerste in der Nachkriegsgeschichte der Bahn.

Seit 1960 gab es in Deutschland elf Bahnunglücke, bei der mehr als 15 Menschen zu Tode kamen. Vor allem in den 70er Jahren häuften sich die Unfälle. Eine Chronologie.

5. Oktober 1961: 28 Menschen sterben und 55 werden verletzt, als im Hamburger S-Bahnhof Berliner Tor ein Personenzug auf einen Bauzug auffährt. Der Fahrdienstleiter hatte ihn übersehen.

1. November 1964: Auf der Strecke von Berlin nach Rostock prallt bei Langhagen ein Schnellzug mit einem Güterzug zusammen. Das Unglück fordert 39 Todesopfer, 100 werden verletzt.

6. Juli 1967: Die Lok eines Personenzuges rast in der Gemeinde Langenweddingen bei Magdeburg gegen einen Tanklaster. Der mit 15.000 Litern Benzin beladene Lkw explodiert. 94 Menschen sterben, darunter 44 Kinder.

9. Februar 1971: Wegen überhöhter Geschwindigkeit entgleist bei Aitrang im bayerischen Allgäu der TEE 56 "Bavaria". Ein Schienenbus prallt gegen den umgestürzten Steuerwagen. 28 Menschen verlieren bei dem Unfall ihr Leben, 34 werden schwer verletzt.

27. Mai 1971: Auf der Strecke von Wuppertal nach Radevormwald in Nordrhein-Westfalen stößt ein mit Schülern besetzter Sonderzug mit einem Nahgüterzug zusammen. 46 Menschen sterben.

21. Juli 1971: In Rheinweiler bei Freiburg in Baden-Württemberg entgleist der D 370 "Schweiz-Express". 23 Menschen sterben.

8. Juni 1975: Auf der Strecke von München nach Lenggries in Bayern stoßen zwei Eilzüge frontal zusammen. 41 Menschen werden getötet, 122 verletzt.

27. Juni 1977: Bei Lebus im heutigen Brandenburg stoßen zwei Personenzüge frontal zusammen. 29 Menschen kommen ums Leben.

2. Februar 1990: Beim Zusammenstoß zweier Vorortzüge im Bahnhof Rüsselsheim in Hessen verlieren 17 Menschen ihr Leben, 72 werden verletzt.

3. Juni 1998: Wegen eines gebrochenen Radreifens entgleist der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" im niedersächsischen Eschede und zerschellt an einer Brücke. Dabei kommen 101 Menschen ums Leben, über 100 werden zum Teil schwer verletzt.

22. September 2006: Auf der Teststrecke in Lathen im niedersächsischen Emsland rast ein Transrapid auf einen Arbeitszug. 23 Menschen sterben, elf werden verletzt.

29. Januar 2011: Bei Oschersleben in Sachsen-Anhalt kollidiert ein Regionalzug mit einem Güterzug der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter, nachdem ein Lokführer zwei Haltesignale überfahren hatte. Zehn Menschen kommen ums Leben.

9. Feburar 2016: Beim Zugunglück von Bad Aibling stoßen zwei Personenzüge frontal zusammen. Zwölf Menschen kommen dabei ums Leben.

 

Weitere Informationen

Vor 20 Jahren: ICE-Unglück erschüttert das Land

Am 3. Juni 1998 sterben bei Eschede 101 Menschen, mehr als 100 weitere werden teils schwer verletzt. Das Zugunglück hinterlässt auch traumatisierte Angehörige und Helfer. mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 03.06.2018 | 19:30 Uhr

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