Stand: 30.06.2018 13:33 Uhr

Kiez- und Jazzgeschichte beim Filmfest München

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Arbeitet zum ersten Mal mit Dominik Graf zusammen: Iris Berben im Film "Hanne".

Das 36. Filmfest München findet bis zum 7. Juli in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Es wurde am Donnerstag eröffnet mit "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm", einem Spielfilm von Joachim Lang über Bertolt Brecht im Clinch mit einer Produktionsfirma. Lars Eidinger als Brecht, Robert Stadlober als Kurt Weill sowie Tobias Moretti und Hannah Herzsprung spielen darin mit. Beim Filmfest mit insgesamt 185 Filmen aus 43 Ländern laufen mehrere Produktionen mit norddeutscher Beteiligung.

So haben zwei hochkarätige NDR (Ko-)Produktionen auf dem Filmfest Uraufführung: In der Reihe "Neues Deutsches Fernsehen" ist zum ersten Mal "Hanne" zu sehen, die erste Zusammenarbeit von Schauspielerin Iris Berben und Regisseur Dominik Graf. In der NDR/ARTE Koproduktion spielt Berben eine Frau, die ihr Leben neu begreifen muss.

Eric Friedlers Doku über das "Blue Note"-Jazzlabel

Filmtipp

Doku: "It Must Schwing! The Blue Note Story"

Zwei Deutsche fliehen vor den Nazis nach New York und gründen Blue Note Records. Die Doku erzählt ihre Geschichte. mehr

Der neue Dokumentarfilm des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Eric Friedler hat in der Reihe "Spotlight" Premiere: "It Must Schwing! The Blue Note Story" erzählt die bewegende Geschichte von zwei Deutschen, die mit der Gründung des legendären Jazz-Labels Blue Note Records Musikgeschichte schrieben. Executive Producer des Films ist Wim Wenders. In der Produktion von NDR und Neue Road Movies erzählen Jazz-Ikonen wie Herbie Hancock, Wayne Shorter, Sonny Rollins, Quincy Jones, Sheila Jordan, Benny Golson, Kenny Burell und Ron Carter die bewegende Geschichte von zwei Freunden, die verbunden waren durch ihre leidenschaftliche Liebe zum Jazz und den tiefen Glauben an menschliche und künstlerische Freiheit. Der amerikanische Blue-Note-Star Sheila Jordan ist zur Premiere angekündigt.

Weltpremiere für Spielfilm über sterbenden Kiezclub

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Jakob Lass' Film "So was von da" spielt auf dem Kiez - aber die Elbphilharmonie ist auch zu sehen.

Regisseur Tom Lass hat seinen Spielfilm "So was von da" vor echter Kulisse gedreht: In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Tino Hanekamp spielen die Schauspieler in einem Hamburger Club am Ende der Reeperbahn. Kurz vor Silvester geht es beim Musikclubbesitzer Oskar Wrobel (Niklas Bruhn) drunter und drüber: Sein Club in einem alten Krankenhaus soll am nächsten Tag abgerissen werden. In einer Nebenrolle ist Musiker Bela B als toter Elvis zu erleben. Zur Weltpremiere werden die Hauptdarsteller neben Regisseur Lass erwartet.

Wotan Wilke Möhring als Staatsanwalt in TV-Serie "Parfum"

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Sämtliche Hauptdarsteller der Serie freuen sich über die Weltpremiere von "Parfum" beim Filmfest München. Mit dabei: Friederike Becht, Ken Duken (von links), August Diehl, Trystan Pütter, Wotan Wilke Möhring und Marc Hosemann.

Eine Fernsehproduktion bringt August Diehl und Tatort-Kommissar Wotan Wilke Möhring auf den roten Teppich des Festivals: Sie spielen Hauptrollen in der neuen sechsteiligen Fernseh-Miniserie "Parfum", die auf Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" basiert, die im Herbst bei "ZDFneo" ausgestrahlt werden soll. Bei der Weltpremiere in München am Freitag sagte der Produzent Oliver Berben, der die Idee für die Serie hatte: "Das ist keine Premiere, das ist eine Werkschau. Wir sind mittendrin, die Serie fertigzuschneiden." Es handele sich bei der Produktion nicht um eine normale Buchadaption von Süskinds Buch, sondern es sei das, "wovon wir glauben, wofür Serie stehen kann". Möhring erzählte im Gespräch mit NDR.de über die Buchadaption, die im Heute spielt: "Die Modifikation, das in eine Crime-Serie zu bringen, war eine riesengroße Aufgabe, das ist mit dem tollen Drehbuch ziemlich gut gelungen. Ich schaue mir die zwei Folgen zum ersten Mal an."

Emma Thomson und Terry Gilliam werden geehrt

Beim Festival werden zwei Briten mit dem Ehrenpreis des Festivals, dem CineMerit Award, geehrt: Emma Thomson und Terry Gilliam, einer der Monty-Python-Mitbegründer.

Szene aus "So was von da" von Jakob Lass mit Niklas Bruhn und Tinka Fürst © DCM / Gordon Timpen Foto: DCM / Gordon Timpen

Trailer: "So was von da" von Jakob Lass

In "So was von da!" dreht Jakob Lass eine improvisierte Romanadaption über die letzte Silvesternacht eines Hamburger Musikclubs. Darin geht es für Held Oskar drunter und drüber.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Play Jazz! | 26.06.2018 | 22:05 Uhr

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