Stand: 16.09.2020 07:06 Uhr

Filmfest Oldenburg: Eröffnungsgala im Wohnzimmer

Premieren sind auf Filmfestivals nichts Ungewöhnliches. Beim 27. Filmfest Oldenburg (16. bis 20. September) gibt es die allerdings nicht nur auf der Leinwand. Wegen der Corona-Pandemie gehen die Veranstalter des Filmfests neue Wege: Neben realen Kinovorführungen werden erstmals Filme live gestreamt. Im kleinstmöglichen Rahmen sind insgesamt vier Galapremieren geplant: Sie werden - samt prominenter Gäste - in privaten Wohnzimmern organisiert.

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Ein Mitarbeiter von einem Festivalpersonal rollt einen roten Teppich aus.
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Corona Kompakt: Filmfest in privaten Wohnzimmern

Das internationale Filmfest Oldenburg soll live aus privaten Wohnzimmern gezeigt werden. Für die Living-Room-Galas werden noch vier Gastgeber gesucht. Und: Aktuelle Zahlen. 2 Min

Prominenz und ein roter Teppich

Die Gastgeber konnten sich vorab bewerben. die Organisatoren kündigten an, für das Heimkino Festival-Atmosphäre, prominente Gäste und einen Roten Teppich mitzubringen. Für ein kleines Blitzlichtgewitter am Empfang konnten sich zudem Hobbyfotografen bewerben. "Es wird ein Abenteuer", sagt Festivalleiter Torsten Neumann zu dem Konzept. Dessen Premiere erfolgt zum Auftakt: Zu der live aus einem Oldenburger Wohnzimmer übertragenen Eröffnungsgala am Mittwoch erwarten die Organisatoren Michael Maxxis, Regisseur des Eröffnungsfilms "Puppy Love". Angekündigt sind zudem die beiden Hauptdarsteller Hopper Penn - Sohn von Schauspieler Sean Penn - und Paz de la Huerta.

Filmfestivals in Zeiten von Corona

  • Internationale Filmfest Emden-Norderney: verschoben auf Juni 2021
  • Filmfest Osnabrück (21. bis 25. Oktober): Wegen Platzbeschränkungen werden ergänzend Streaming-Tickets verkauft.
  • Braunschweiger Filmfestival (2. bis 8. November): nur online

"Wie ein virtuelles Kino"

Abgesehen von den Galas soll das 27. Filmfest auch an den üblichen Spielstätten stattfinden - den ganz normalen Kinos. Auch dort greifen Corona-Einschränkungen: Wer eine Karte für einen Film gekauft hat, kann ihn in einem Oldenburger Kino mit stark eingeschränkter Sitzplatzzahl oder per Stream zuhause sehen. Die Zahl der Tickets pro Film sind dabei begrenzt. "Es ist wie ein virtuelles Kino. Es ist irgendwann voll", sagt Neumann. Wie in den Vorjahren werden Filme auch in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg gezeigt. Diesmal sind allerdings keine Besucher erlaubt.

14 Weltpremieren

Im Programm des Festivals mit Schwerpunkt auf den Bereich Independent Film sind 45 Filme aus verschiedenen Ländern - darunter 14 Weltpremieren und weitere Debütfilme. Der US-amerikanische Filmemacher William Friedkin wird mit einer Retrospektive geehrt und für ein Gespräch live nach Oldenburg zugeschaltet.

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Filmemacher stehen vor der Kamera.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.09.2020 | 17:00 Uhr

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