Saskia Rosendahl im Spielfilm "Niemand ist bei den Kälbern", der bei Locarno im Wettbewerb läuft © Weydemann Bros. Foto: Max Preiss

Filmfest Locarno: Viel Hamburg beim Schweizer Festival

Stand: 03.08.2021 16:11 Uhr

Drei Filme mit norddeutschem Bezug laufen im Wettbewerb beim 74. Filmfest Locarno. Etwa der in Hamburg und SH gedrehte "Niemand ist bei den Kälbern" mit Saskia Rosendahl und eine von Fatih Akins Firma produzierte Actionkomödie.

Regisseurin und Drehbuchautorin Sabrina Sarabi hat es mit ihrem Drama "Niemand ist bei den Kälbern" in diesem Jahr in die Wettbewerbssektion "Concorso Cineasti del presente" des Schweizer Festivals Locarno geschafft, das vom 4. bis zum 14. August läuft.

"Niemand ist bei den Kälbern" - gedreht in Schleswig-Holstein und Hamburg

"Systemsprenger"-Regisseurin Nora Fingscheidt (mitte) mit ihre Produzenten Frauke Kolbmüller und Jonas Weydemann © NDR Foto: Patricia Batlle
Produzent Jonas Weydemann bei der Hamburger Premiere von "Systemsprenger" mit Regisseurin Nora Fingscheidt (Mitte) und Produzentin Frau Kolbmöller.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman Alina Herbigs und handelt von einer 24-jährigen Christin, gespielt von Saskia Rosendahl, die in der ostdeutschen Provinz auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan lebt. Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre ist längst dahin - die junge Frau will nur noch weg.

Der Film wurde unter anderem in Schleswig-Holstein (16 Drehtage) und an zwei Tagen in Hamburg gedreht. Produzenten sind Weydemann Bros, die zuletzt mit Nora Fingscheidts Drama "Systemsprenger" einen internationalen Erfolg gefeiert haben und bereits Regisseurin Sarabis Langfilmdebut "Prélude" produzierten. Die Hauptrollen spielen neben Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese. "Niemand ist bei den Kälbern" wurde von der MOIN Filmförderung mit 400.000 Euro Produktionsförderung unterstützt.

Hamburger Fatih Akin produziert Actionkomödie

Im Wettbewerb "Concorso internationale" des Festivals läuft die ebenfalls mit 35.000 Euro von der MOIN Filmförderung kofinanzierte Actionkomödie "Vengeance Is Mine, All Others Pay Cash". Der Film des mehrfach preisgekrönten indonesischen Regisseurs Edwin basiert auf einem Roman um den Kämpfer Kawir. Dessen Drang zum Kampf beruht auf einem Geheimnis: seiner Impotenz. Der deutsche Koproduzent ist Fatih Akins Firma bombero international.

Außerdem läuft noch der 50-minütige Film "First Time" des Hamburger Filmemachers Nicolaas Schmidt in der Sektion "Pardi di domani: Concorso internazionale". Schmidt begleitet zwei Jungs auf einer Rundfahrt auf der Strecke der Hamburger U-Bahn-Linie U3 - eine kurzweilige Reise mit großer musikalischer Untermalung.

Der Eröffnungsfilm am 4. August des Festivals ist die Produktion "Beckett" eines großen Streaminganbieters: Im Thriller mit John David Washington wird ein US-Tourist in Griechenland nach einem Unfall zur Zielscheibe einer Menschenjagd. Regisseur ist der Italiener Ferdinando Cito Filomarino, Produzent sein Landsmann Luca Guadagnino ("Call Me By Your Name"). Der Film ist hochkarätig besetzt mit Washington, Vicky Krieps und Alicia Vikander.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Kulturjournal | 03.08.2021 | 19:00 Uhr

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