Stand: 10.02.2019 22:46 Uhr

Fatih Akin im Berlinale Wettbewerb gestartet

von Patricia Batlle
Bild vergrößern
Die Französin Juliette Binoche leitet die Wettbewerbsjury des Festivals.

Die 69. Berlinale mit rund 400 Filmen aus 74 Ländern im offiziellen Programm hat am Donnerstag begonnen. Im Wettbewerb konkurrieren 17 Beiträge um den Goldenen Bären. Zwei davon stammen aus Hamburg: Nora Fingscheidts Drama "Systemsprenger" um ein neunjähriges Mädchen in Pflegefamilien und Fatih Akins Horrorfilm "Der Goldene Handschuh" um den berüchtigten Frauenmörder Fritz Honka. Dieser adaptiert den Roman von Heinz Strunk für die Leinwand.

In Akins Thriller spielen neben Jonas Dassler als Fritz Honka unter anderem Mark Hosemann, Margarethe Tiesel, Victoria Trauttmansdorff, Hark Bohm und Adam Bousdoukos mit. Der Film wurde in Hamburg gedreht. "Systemsprenger" und "Der Goldene Handschuh" feierten Freitag beziehungsweise Sonnabend Weltpremiere im Wettbewerb, der mit dem Liebesdrama "The Kindness Of Strangers" von Lone Scherfig eröffnet wurde.

Interview

Akin: "Weltpremiere war wie ein Rockkonzert"

Fatih Akins "Der goldene Handschuh" über den Mörder Fritz Honka hat Weltpremiere bei der Berlinale gefeiert. Im Interview freute sich der Regisseur über die Publikumsreaktionen. mehr

Schauspielerin Sandra Hüller sitzt in Jury

Das Motto der Berlinale ist in diesem Jahr der 68er-Spruch "Das Private ist politisch". Themen im Wettbewerb sind etwa Kindheit und Familie, Gendergerechtigkeit, Kirche und Patriarchat oder auch die politische Lage in Brasilien. Die internationale Jury leitet in diesem Jahr die französische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche ("Der englische Patient"). Ihr zur Seite stehen unter anderem die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller ("Toni Erdmann") und der Filmkritiker der "Los Angeles Times", Justin Chang.

Berlinale-Wettbewerb mit Lone Scherfig, François Ozon und Angela Schanelek

Im Wettbewerb um den Goldenen Bären konkurriert Akins "Goldener Handschuh" unter anderem mit dem Eröffnungsfilm aus Dänemark, mit "Grâce à dieu" von François Ozon aus Frankreich, Angela Schaneleks "Ich war zuhause, aber" aus Deutschland und Marie Kreutzers "Der Boden unter den Füßen" aus Österreich.

Es ist die letzte Berlinale von Festivalleiter Dieter Kosslick. "Dieter Kosslick hat vor 15 Jahren mein Leben verändert. Da ist es sehr bewegend, zu seiner letzten Party eingeladen zu sein", sagte Akin. 2004 hatte der Hamburger den Goldenen Bären mit seinem Drama "Gegen die Wand" gewonnen. Die Britin Charlotte Rampling erhält 2019 den Goldenen Ehrenbären.

Norddeutsche Filme bei der Berlinale 2019

Buchtipp

Fritz Honka: Serienmörder und armes Würstchen

In seinem Roman "Der goldene Handschuh" fängt Heinz Strunk das Milieu auf St. Pauli ein, vor dem man schnell Reißaus nimmt, sollte man wider Erwarten mit ihm in Berührung kommen. mehr

Hintergründe

Filmfestspiele: Halbzeit in Berlin

Die Berlinale hat ihr erstes Wochenende hinter sich. Unsere Filmkritikerin vor Ort, Katja Nicodemus, zieht eine Halbzeitbilanz und blickt auf die kommenden Filme. mehr

Berlinale 2019: Katja Nicodemus mit einem Ausblick

Die 69. Berlinale hat begonnen. Bis zum 17. Februar laufen mehr als 400 Filme in den Kinos der Hauptstadt. Mit dabei ist unsere Filmkritikerin Katja Nicodemus. mehr

Multimedia-Doku

Fritz Honka - der Frauenmörder von St. Pauli

Vier Morde werden Fritz Honka angelastet. Er zerstückelt seine Opfer und versteckt Leichenteile in seiner Wohnung. Am 17. Juli 1975 wird der spektakuläre Hamburger Kriminalfall enthüllt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 07.02.2019 | 06:20 Uhr

Mehr Kultur

83:44
NDR Info

Album (2/2)

NDR Info
00:30
NDR Elbphilharmonie Orchester

"For Seasons": der Trailer

NDR Elbphilharmonie Orchester
62:17
NDR Kultur