Stand: 02.11.2020 16:09 Uhr

Braunschweiger Filmfestival startet online

von Janek Wiechers

Das Braunschweig International Filmfestival startet in die 34. Ausgabe. In diesem Jahr findet es erstmalig nur online statt.

Der bildgewaltige Film "Just 6.5." spielt in der Drogenszene des Irans. Einer von insgesamt mehr als 80 Filmen aus aller Welt, beim Braunschweig International Filmfestival in diesem Jahr. Trotz Coronakrise fällt das Programm reichhaltig aus. Mehr als die Hälfte der Beiträge des Braunschweiger Filmfestivals sind Langfilme. Davon werden viele erstmals in Deutschland gezeigt.

Zu sehen ist unter anderem der Gewinnerfilm des Filmfestivals in Toronto "Antigone". Darin verlegt die Regisseurin Sophie Deraspe die Tragödie des Sophokles aus der Antike ins Immigrantenmilleu des heutigen Québec. Das Film-Land bildet einen Schwerpunkt beim Braunschweiger Festival.

Viele Reihen, viele Länder, viele Filme

In der Sektion "Neues Internationales Kino" präsentiert das Festival Produktionen unter anderem aus Bhutan, Norwegen oder Slowenien. Der Kanadaschwerpunkt schlägt sich vor allem auch in einer Dokumentarfilmreihe nieder - die bietet Filmbeiträge aber nicht nur aus Kanada, sondern auch aus Irland, Ungarn, Kongo und Finnland. Es gibt zudem neues europäisches Kino mit Beiträgen etwa aus Bulgarien, Polen, Frankreich und Portugal. "Neues deutsches Kino" ist eine weitere Reihe mit Filmen aus Deutschland und der Schweiz.

Drei große Themenstränge ziehen sich in diesem Jahr durch das Braunschweig International Filmfestival, so dessen Leiter Andreas Lewin: "Der Umgang mit Traumata, das widerständige Verhalten in familiären oder in politischen Ausnahmesituationen von Individuen. Traditionell zeigen wir sehr viele Coming-Of-Age-Filme, also Filme über Heranwachsende. Und als drittes Thema eben die Diversität in allen ihren Facetten."

Alle Filme im Heimkino

Wegen der Corona-Pandemie müssen die Besucherinnen und Besucher des Filmfestivals in Braunschwieg in diesem Jahr auf die gewohnte Kinoatmosphäre allerdings verzichten. Lange vor dem Lockdown für Kultureinrichtungen hatten sich die Macher des Festivals entschlossen, es diesmal komplett ins Internet zu verlagern. Heißt: alle Filmbeiträge können von zu Hause aus gestreamt werden.

Der Eintritt sozusagen, gleichsam die Tickets zu den Filmvorführungen im Internet kosten beim Braunschweiger Filmfestival sieben Euro. Dafür können die Filme nun 30 Stunden lang angeschaut werden - so oft wie man möchte.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 02.11.2020 | 10:40 Uhr

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