Szene aus der ARD-Serie "Spätzle Arrabbiata oder eine Hand wäscht die andere" mit Adam Bosdoukos (r.) und Christina Hecke als Bürgermeisterin ©  SWR/Polyphon Pictures/Markus Fenchel

Tragik, Komik, Dramatik: Serien in der Mediathek

Stand: 04.05.2021 15:10 Uhr

In der ARD Mediathek lassen sich viele spannende Serien finden - etwa die Sadcom "Mapa", die Dokureihe "Kosmonaut Nr. 1" oder die schwäbische Krimiserie "Spätzle Arrabbiata" mit Adam Bousdoukos.

Viele Serien konkurrieren um die Aufmerksamkeit des Publikums. Hier eine aktuelle Auswahl aus der ARD Mediathek mit neuen Produktionen und alten Perlen.

"Spätzle Arrabbiata" bis zum 20. Oktober in ARD-Mediathek

  • 6 Folgen à 45 Minuten (Deutschland, SWR, 2020)
  • Genre: schwäbische Dramedy oder Krimi-Komödie
  • alle Folgen bis zum 20. Oktober in ARD-Mediathek

Luca (Giovanni Funiati) kehrt zurück ins heimatliche Aschberg. Dort betreibt seine Familie eine Pizzeria. Aber die gibt es nur noch pro forma, denn Mama und Bruder Pippo haben ein anderes Geschäftsfeld übernommen: "Unsere Pizzeria wäscht Geld für die Mafia". Die Bürgermeisterin von Aschberg hat ebenfalls Geschäftsinteressen, die den Methoden der Mafia nicht unähnlich sind. Die Serie "Spätzle arrabiata" mit Giovanni Funiati und Adam Bousdoukos spielt die Klischee-Klaviatur perfekt aus. Denn klar: Das schwäbische Dorf ist der Mafia locker gewachsen. Kein Überflieger, sondern gut gemachte Unterhaltung zum Sich-treiben-lassen.

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Pipo (Adam Bousdoukos) hatte eine unangenehme Begegnung mit einem Küchenbeil, das seinen Finger erwischt hat.Szene aus der ARD-Serie "Spätzle Arrabbiata oder eine Hand wäscht die andere" ©  SWR/Polyphon Pictures/Markus Fenchel

"Spätzle Arrabbiata" in der ARD Mediathek

Die schwäbische Mafia-Krimi-Serie ist noch bis zum 29. Oktober in der ARD Mediathek. extern

Paul Gerardi (r., Filip Peeters) zückt seine Waffe - Szene aus der belgischen Serie "Salamander" © ZDF/Beta Film/Lies Wilaert
AUDIO: Neue Serien wie "Salamander" in den Mediatheken (4 Min)

Sendetermine im SWR

13. Mai ab 20.15 Uhr: Folge 1+2
14. Mai ab 20.15 Uhr: Folge 3+4
15. Mai ab 20.15 Uhr: Folge 5+6

"Mapa" in der ARD-Mediathek: Zwischen Tragik und Komik

Metin Müller (Max Mauff) ist von einem Tag auf den anderen alleinerziehender Vater. Kurz nach dem gemeinsamen Urlaub stirbt seine Freundin Emma (Lia von Blarer) an einem Hirnaneurysma. Plötzlich ist er mit seiner kleinen Tochter Lene allein. Trotz der dramatischen Ausgangslage spielt die Serie immer wieder mit Alltagskomik und zeigt, wie sich der alleinerziehende Vater mehr schlecht als recht durch den Alltag schlägt. Die Stimmung der "ersten deutschen Sadcom" - wie sie vom RBB beworben wird - mäandert daher zwischen absurder Komik und verheerender Tragik. Teilweise wirken die Charaktere dabei überzeichnet, die Gespräche überdreht. Doch in jedem Fall berührt die Serie ein großes Spektrum an Emotionen - von Freude, Trauer und Angst, bis zu Überraschung und Ekel.

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Metin (Max Mauff) - im Anzug - hält auf der Trauerfeier sein Kind Lene im Arm. © rbb/Carolin Weinkopf, honorarfrei

"Mapa" in der ARD Mediathek

Die "erste deutsche Sadcom" ist noch bis zum 16. Mai in der ARD Mediathek. extern

"Kosmonaut Nr. 1": Der erste Mensch im All

Am 12. April 1961 fliegt Juri Gagarin mit der Wostok 1 als erster Mensch in den Weltraum. Zum 60. Jubiläum hat der MDR eine Dokureihe produziert, die einen Blick hinter die Kulissen der sowjetischen Weltraummission wirft. Die Vorbereitung für den Start Gagarins in Baikonur verliefen so geheim, dass die Öffentlichkeit erst vom Flug Gagarins erfährt, als dieser schon unterwegs ist. Autor Martin Hübner widmet sich seit vielen Jahren engagiert der Geschichte der Luft- und Raumfahrt und hat zahlreiche Interviews mit Mitarbeitern des sowjetischen Weltraumprogramms geführt. Viele noch lebende oder erst vor kurzem verstorbene Konstrukteure der Wostok-Raumschiffe sowie Teilnehmer aus dem Kosmonauten-Programm kommen zu Wort. Sergej Chruschtschow, Sohn des damaligen Regierungschefs Nikita Chruschtschow, gibt Einblicke in den sowjetischen Machtapparat. Die Doku schildert aber nicht nur den ersten Flug ins All, sondern auch die Probleme Gagarins mit dem daraus folgenden Weltruhm sowie dessen mysteriösen Tod bei einem Flugzeugabsturz wenige Jahre später.

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Ein Kosmonaut vor Sternenhimmel - auf einem roten Schriftzug steht "Kosmonaut Nr.1". © Montage: MDR/Ronald Grüner

"Kosmonaut Nr. 1" in der ARD Mediathek

Die Dokuserie "Kosmonaut Nr.1" thematisiert die geheime sowjetische Weltraummission und das Leben des ersten Menschen im All. extern

"Die Toten von Marnow": Thriller und deutsche Geschichte

In der Mini-Serie "Die Toten von Marnow" ermitteln die Kommissare Lona Mendt (Petra Schmidt-Schaller) und Frank Elling (Sascha Geršak) im Fall eines Serienmörders, der seine Opfer vermeintlich unzusammenhängend auswählt. Doch nichts ist so, wie es scheint. Mächtige Gegenspieler der Kommissare haben offensichtlich ein Interesse daran, die wahren Zusammenhänge im Dunkeln zu belassen. Je weiter Elling, der treusorgende Familienvater, und Mendt, die Unnahbare, in ihren Ermittlungen kommen, desto größer werden die Hindernisse, die sie überwinden müssen. Und desto häufiger lassen sie sich selbst zu moralisch höchst fragwürdigen Handlungen hinreißen. So nimmt der völlig überschuldete Elling Bestechungsgeld an. Und Lona hat eine Affäre mit ihrem Untergebenen, dem jungen Kollegen Sören Jasper (Anton Rubtsov). Hinter den grausamen Morden entdecken die Kommissare die Umrisse eines Skandals, in den Alt-Stasi, Geheimdienste und die westdeutsche Pharmaindustrie verwickelt zu sein scheinen.

Der mehrfache Grimme-Preisträger Holger Karsten Schmidt ("Gladbeck", "Das weiße Kaninchen") schrieb das Drehbuch zur NDR/ARD Degeto-Koproduktion.

"Babylon Berlin": Alle Staffeln bis zum 9. Mai in der Mediathek

Noch bis zum 9. Mai stehen alle Folgen der Erfolgsserie "Babylon Berlin" in der ARD Mediathek. Die TV-Serie versetzt den Zuschauer ins Berlin der 20er-Jahre zurück und erzählt die politische Entwicklung der Weimarer Republik in allen Facetten und Gesellschaftsschichten. Mit den Augen des jungen Kommissars Gereon Rath (Volker Bruch) und der von der Stenotypistin zur Kriminalassistentin aufstrebenden Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) können die Zuschauer hinter die Kulissen der "Goldenen Zwanziger" blicken, die neben der Weltwirtschaftskrise den Tanz auf dem Vulkan zum Mythos haben werden lassen. Die Serie basiert auf Volker Kutschers Romanen "Der nasse Fisch" und "Der stumme Tod". Derzeit läuft die Arbeit für eine vierte Staffel, die auf "Goldstein", dem dritten Buch der Gereon-Rath-Reihe, basieren wird.

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Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter schaut auf die Straße - Szene aus der Serie "Babylon Berlin", Folge 15 © ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier

Alle Staffeln "Babylon Berlin" in der ARD-Mediathek

Alle Episoden der drei Staffeln stehen noch bis zum 9. Mai in der ARD Mediathek extern

Dieses Thema im Programm:

01.05.2021 | 07:55 Uhr

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