Szene aus der ARD-Serie "Spätzle Arrabbiata oder eine Hand wäscht die andere" mit Adam Bosdoukos (r.) und Christina Hecke als Bürgermeisterin ©  SWR/Polyphon Pictures/Markus Fenchel

Tragik, Komik, Dramatik: Neue Serien in der ARD Mediathek

Stand: 14.05.2021 14:14 Uhr

In der ARD Mediathek lassen sich viele spannende Serien finden - neben Komödien, wie der schwäbischen Krimiserie "Spätzle arrabbiata", auch große Tragik, wie in der Doku-Reihe "Charité intensiv".

Viele Serien konkurrieren um die Aufmerksamkeit des Publikums. Hier eine aktuelle Auswahl aus der ARD Mediathek mit neuen Produktionen und alten Perlen.

"All You Need": Boy-meets-Boy-Serie in der ARD Mediathek

Die große Liebe, ein geplatzter Lebenstraum und ein Schuldenberg - es sind universelle Themen, die die neue Serie "All You Need" behandelt. Vince schleppt Robbie in einem Club ab, beide haben einvernehmlich Sex und eigentlich würde es dann heißen - "Danke, Tschüss, kein Frühstück". Aber Vince sehnt sich mit jeder Faser seines Körpers nach einer Beziehung. Wie bei jeder Hollywoodproduktion wird auch bei "All You Need" die Suche nach Mr. Perfekt erzählt: witzig, dramatisch und sexy. Ihren Charme zieht die Serie aus seinen authentischen Figuren mit sympathischem Charakter. Deren Probleme sich nicht an der sexuellen Ausrichtung orientieren, sondern ganz allgemeingültigen von dem Wunsch nach Anerkennung erzählen.

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Robbie (Frédéric Brossier) und Mikes Chef Rainer (Karsten Speck) schauen sich wütend an. © ARD Degeto/Andrea Hansen

Serie "All You Need" in der ARD Mediathek

Die Dramedy-Serie "All You Need" steht bis zum 7. November in der ARD Mediathek. extern

"Spätzle arrabbiata" bis zum 20. Oktober in ARD Mediathek

  • 6 Folgen à 45 Minuten (Deutschland, SWR, 2020)
  • Genre: schwäbische Dramedy oder Krimi-Komödie
  • alle Folgen bis zum 20. Oktober in ARD Mediathek

Luca (Giovanni Funiati) kehrt zurück ins heimatliche Aschberg. Dort betreibt seine Familie eine Pizzeria. Aber die gibt es nur noch pro forma, denn Mama und Bruder Pippo haben ein anderes Geschäftsfeld übernommen: "Unsere Pizzeria wäscht Geld für die Mafia". Die Bürgermeisterin von Aschberg hat ebenfalls Geschäftsinteressen, die den Methoden der Mafia nicht unähnlich sind. Die Serie "Spätzle arrabiata" mit Giovanni Funiati und Adam Bousdoukos spielt die Klischee-Klaviatur perfekt aus. Denn klar: Das schwäbische Dorf ist der Mafia locker gewachsen. Kein Überflieger, sondern gut gemachte Unterhaltung zum Sich-treiben-lassen.

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Pipo (Adam Bousdoukos) hatte eine unangenehme Begegnung mit einem Küchenbeil, das seinen Finger erwischt hat.Szene aus der ARD-Serie "Spätzle Arrabbiata oder eine Hand wäscht die andere" ©  SWR/Polyphon Pictures/Markus Fenchel

"Spätzle Arrabbiata" in der ARD Mediathek

Die schwäbische Mafia-Krimi-Serie ist noch bis zum 29. Oktober in der ARD Mediathek. extern

"Charité Intensiv": Die harten Schicksale hinter den abstrakten Zahlen

Auf dem Höhepunkt der zweiten Pandemiewelle haben Autor Carl Giesrstorfer und sein Team den Alltag auf der Intensiv-Station 43 in der Berliner Charité begleitet. Die Doku-Serie zeigt, wie das Team täglich an die Grenzen dessen stößt, was der Mensch verkraften vermag. Dabei werden für den Zuschauer die Schicksale sichtbar, die hinter den in der Berichterstattung sonst so abstrakten Todeszahlen stecken: Eine Mutter, die Abschied von ihrer 28-jährigen Tochter nehmen muss, eine verzweifelte Familie mit zwei jungen Kindern, dessen Vater die Covid-19-Erkrankung nicht überlebt hat. Neben traumatischen Erlebnissen und Leid zeigt die Doku aber auch Szenen großer Humanität und wie sich das Team der Intensivstation immer wieder an Erfolgserlebnissen festklammert. Die Doku-Reihe kommt dabei ohne Erzähler aus - stattdessen kommen neben Angehörigen und Patienten vor allem die zu Wort, die auf der Intensivstation in der ersten Reihe gegen die Pandemie kämpfen.

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Ein Intensivmediziner hebt die Hände an einem Krankenhaus-Bett stehend. © rbb/DOCDAYS/Carl Gierstorfer

"Charité intensiv" in der ARD Mediathek

Die vierteilige Doku-Reihe steht bis April 2022 in der ARD Mediathek. extern

"Kosmonaut Nr. 1": Der erste Mensch im All

Am 12. April 1961 fliegt Juri Gagarin mit der Wostok 1 als erster Mensch in den Weltraum. Zum 60. Jubiläum hat der MDR eine Dokureihe produziert, die einen Blick hinter die Kulissen der sowjetischen Weltraummission wirft. Die Vorbereitung für den Start Gagarins in Baikonur verliefen so geheim, dass die Öffentlichkeit erst vom Flug Gagarins erfährt, als dieser schon unterwegs ist. Autor Martin Hübner widmet sich seit vielen Jahren engagiert der Geschichte der Luft- und Raumfahrt und hat zahlreiche Interviews mit Mitarbeitern des sowjetischen Weltraumprogramms geführt. Viele noch lebende oder erst vor kurzem verstorbene Konstrukteure der Wostok-Raumschiffe sowie Teilnehmer aus dem Kosmonauten-Programm kommen zu Wort. Sergej Chruschtschow, Sohn des damaligen Regierungschefs Nikita Chruschtschow, gibt Einblicke in den sowjetischen Machtapparat. Die Doku schildert aber nicht nur den ersten Flug ins All, sondern auch die Probleme Gagarins mit dem daraus folgenden Weltruhm sowie dessen mysteriösen Tod bei einem Flugzeugabsturz wenige Jahre später.

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Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin 1961 in seinem Raumanzug kurz vor seinem Start zum ersten bemannten Weltraumflug. © Lehtikuva/dpa-Bildfunk Foto: lehtikuva oy

"Kosmonaut Nr. 1" in der ARD Mediathek

Die Dokuserie "Kosmonaut Nr.1" thematisiert die geheime sowjetische Weltraummission und das Leben des ersten Menschen im All. extern

"Die Toten von Marnow": Thriller und deutsche Geschichte

In der Mini-Serie "Die Toten von Marnow" ermitteln die Kommissare Lona Mendt (Petra Schmidt-Schaller) und Frank Elling (Sascha Geršak) im Fall eines Serienmörders, der seine Opfer vermeintlich unzusammenhängend auswählt. Doch nichts ist so, wie es scheint. Mächtige Gegenspieler der Kommissare haben offensichtlich ein Interesse daran, die wahren Zusammenhänge im Dunkeln zu belassen. Je weiter Elling, der treusorgende Familienvater, und Mendt, die Unnahbare, in ihren Ermittlungen kommen, desto größer werden die Hindernisse, die sie überwinden müssen. Und desto häufiger lassen sie sich selbst zu moralisch höchst fragwürdigen Handlungen hinreißen. So nimmt der völlig überschuldete Elling Bestechungsgeld an. Und Lona hat eine Affäre mit ihrem Untergebenen, dem jungen Kollegen Sören Jasper (Anton Rubtsov). Hinter den grausamen Morden entdecken die Kommissare die Umrisse eines Skandals, in den Alt-Stasi, Geheimdienste und die westdeutsche Pharmaindustrie verwickelt zu sein scheinen.

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Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller steht mit verschränkten Armen und erstem Blick vor einem Baum. © NDR/Polyphon Foto: Philipp Sichler

Die Krimiserie "Die Toten von Marnow" in der ARD Mediathek

Petra Schmidt-Schaller und Sascha Geršak spielen die Kommissare in der Krimiserie "Die Toten von Marnow". extern

 

Paul Gerardi (r., Filip Peeters) zückt seine Waffe - Szene aus der belgischen Serie "Salamander" © ZDF/Beta Film/Lies Wilaert
AUDIO: Neue Serien wie "Salamander" in den Mediatheken (4 Min)

Dieses Thema im Programm:

01.05.2021 | 07:55 Uhr

Major Juri Alexejewitsch Gagarin mit Fliegermütze 1961
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