Stand: 29.05.2019 12:13 Uhr

"Rocketman": Biografie-Musical über Elton John

Rocketman
, Regie: Dexter Fletcher
Vorgestellt von Bettina Peulecke

Je nachdem welcher Generation man angehört, verbindet man mehr oder weniger Erinnerungen mit den Songs von Elton John. Der Engländer mit dem Faible für Glitzeroutfits hat ja zahlreiche Hits gehabt. Zurzeit befindet er sich auf seiner Abschiedstour. Ein paar seiner größten Erfolgen sind natürlich auch dabei, wenn ein Teil seines Lebens im Film "Rocketman" auf der Kinoleinwand zu sehen ist.

Taron Egerton als Elton John auf der Bühne: Szene aus dem Musical "Rocketman" ©  2018 PARAMOUNT PICTURES. ALL RIGHTS RESERV Foto:  David Appleby

Filmtrailer: "Rocketman"

Das Musical "Rocketman" mit Taron Egerton in der Hauptrolle handelt vom Aufstieg Elton Johns zum Superstar.

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"Rocketman": Film und Musik sollen Spaß machen

Bei dem Film handelt es sich nicht um eine klassische Biografie, denn das wollte Elton John nicht. Er sagt: "Ein Film über mein Leben sollte auf keinen Fall eine übliche Biografie werden. Ich wollte, dass es Spaß macht zuzuschauen und das Ganze mit einem Augenzwinkern gedacht ist. Natürlich ist die Musik das Wichtigste, denn das war mein Leben, und die Lieder sind ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte."

Diese Geschichte beginnt damit, dass Elton John in einer Reha-Klinik eincheckt. In voller Bühnenmontur, einem dramatischen, orangeroten "Devil"-Kostüm, mit angenähten Federn, gehörnter Kopfbedeckung und Plateaustiefeln. Ein stilgerechter Auftakt für "Rocketman", der sich als eine Mischung aus Musical und Biografie darstellt. Mit schillernd-schrillen Bühnenauftritten und schmerzhaften Abstürzen nach Drogen- und Alkoholexzessen.

Elton Johns schicksalhafte Begegnung mit Bernie Taupin

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Elton John (Taron Egerton, rechts) und sein Songschreiber Bernie Taupin (Jamie Bell) sind ein perfektes Team.

In Rückblenden erzählt der Film von der Kindheit des als Reginald Dwight im Großraum London geborenen Künstlers. Davon, wie durch fehlende Anerkennung und Liebe des Vaters die später selbstzerstörerischen Zweifel in dem schüchternen, pummeligen Kind gesät wurden. Der junge Regi entdeckt jedoch gleichzeitig früh das eigene Talent und will es ausleben. Er erzählt von der schicksalhaften Begegnung mit Bernie Taupin, der die Texte zu vielen der späteren Welthits von Elton John lieferte.

Einfach klasse auch, wie die beiden Schauspieler Taron Egerton als Elton John und Jamie Bell als Bernie Taupin harmonieren. Und wie Egerton das umsetzt, was Elton John so am Herzen liegt: seine Musik. Egerton hat alle Songs in dem Film selbst gesungen, mehr als eine respektable Leistung, mal abgesehen von der nötigen Prise Sex and Drugs und Glamour!  

"Rocketman" zeigt ein schonungsloses Bild von Elton John

Elton John wird schließlich clean und die wilden Jahre sind vorbei - damit endet auch der Film Anfang der 80er-Jahre. Im Gegensatz zu "Bohemian Rhapsody" über Freddy Mercury ist "Rocketman" weitaus schonungsloser in der Darstellung seines Protagonisten.

Der Regisseur Dexter Fletcher hatte "Rocketman" bereits abgedreht, als er für den Kollegen Brian Singer als Regisseur von "Bohemian Rhapsody" einsprang. Insofern ist es erstaunlich, dass "Rocketman" die Ehrlichkeit hat, die "Bohemian Rhapsody" vermissen ließ.

Rocketman

Genre:
Biografie
Produktionsjahr:
2019
Produktionsland:
USA
Zusatzinfo:
mit Taron Egerton, Jamie Bell, Richard Madden
Regie:
Dexter Fletcher
Länge:
121 Min.
FSK:
ab 12 Jahre
Kinostart:
30. Mai 2019

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kultur | 27.05.2019 | 08:55 Uhr

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