Stand: 13.11.2018 14:01 Uhr

Johnny Depp als böser Zauberer Grindelwald

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen
, Regie: David Yates
Vorgestellt von Walli Müller

"Harry Potter"-Bücher will Joanne K. Rowling ja bekanntlich keine mehr schreiben. Aber Geld lässt sich ja auch mit Filmen und Drehbüchern verdienen. So dachte sie sich den "Harry Potter"-Ableger "Phantastische Tierwesen" aus. Die Film-Reihe ist auf fünf Episoden angelegt, von denen nun die zweite ins Kino kommt: "Grindelwalds Verbrechen".

KATHERINE WATERSTON as Tina Goldstein and EDDIE REDMAYNE as Newt Scamander - Szene aus "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" © 2018 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC Foto: Mark Seliger

Filmtrailer: "Grindelwalds Verbrechen"

In "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" greift Drehbuchautorin J.K. Rowling auf bewährte Motive zurück - hängt erzählerisch aber leider in einer Endlos-Schleife fest.

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Grindelwald: Charismatischer und raffinierter Zauberer

Es steckt viel "Harry Potter" drin in diesem Film. Wieder greift ein böser Zauberer nach der Macht. Nur heißt er jetzt eben nicht mehr Voldemort, sondern Grindelwald.

Johnny Depp gibt als Grindelwald einen durchaus charismatischen Bösewicht ab - mit silberweißem Bart und einer kantig geschnittenen Steil-Frisur. Optisch wird viel mit der Silhouette des Mannes gearbeitet, um Grusel zu erzeugen. Dieser Grindelwald hetzt mit populistischen Argumenten das Zauberer-Volk gegen die Menschen auf - was ihn für Regisseur David Yates weitaus gefährlicher macht als Voldemort: "Ihm geht's darum, Herz und Verstand der Zauberer zu gewinnen. Er will sie wirklich überzeugen, dass sein Weg der richtige ist. Voldemort hätte die Leute einfach nur eingeschüchtert und umgebracht. Grindelwald geht da viel raffinierter vor."

Dumbledore braucht Scamanders Hilfe

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Jude Law spielt den Zauberer Dumbledore in einer jüngeren Version als bei Harry Potter.

Auf Seiten der guten, menschenfreundlichen Zauberer steht Albus Dumbledore. Wir kennen ihn als Hogwarts-Direktor aus den "Harry Potter"-Filmen. Da die "Phantastischen Tierwesen" früher spielen, nämlich in den 1920er-Jahren, ist er hier noch jünger und wird von Jude Law dargestellt. Dumbledore setzt seine Hoffnung auf Newt Scamander, den liebenswerten Tierbändiger, der im ersten Film der Reihe bereits als neuer Held eingeführt wurde.

Titelgebend für die Filmreihe sind ja eigentlich die schrägen Fabelwesen, die Newt Scamander hegt und pflegt - und die er dabei in den unendlichen Tiefen seines magischen Koffers mit sich herumträgt. Eine ausgesprochen hübsche Idee, die den ersten Teil zum bunten und lustigen Fantasy-Abenteuer machte.

Aber in diesem zweiten Teil sind die "Phantastischen Tierwesen" nicht viel mehr als schmückendes Beiwerk. Da wütet mal ein geflügelter Löwen-Drache; und das süße schwarze Pelztierchen mit dem Entenschnabel mopst wieder Schätze.

Spezialeffekte: Erst beeindruckend, dann nervig

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Die fantastischen Wesen sind nur schmückendes Beiwerk.

Ansonsten widmet sich der vierfache "Harry Potter"-Regisseur David Yates ganz dem finsteren Treiben Grindelwalds, das er mit entsprechendem Special-Effects-Gewitter in Szene setzt. Lodernde Flammen, berstende Gebäude und eine Höllen-Kutschfahrt durch die Lüfte - alles immer eine Spur zu viel und zu lang, sodass man erst beeindruckt und dann doch eher ein wenig genervt ist.

Zurück im "Harry Potter"-Universum

Nicht nur musikalisch wird hier auf bewährte Motive zurückgegriffen. Auch erzählerisch hängt Drehbuch-Autorin Rowling, so sehr sie sich um eine komplexe Geschichte bemüht, in einer Endlos-Schleife fest: Freunde, die zu Erzfeinden werden; Geschwister-Paare, die auf verschiedenen Seiten stehen; gute Zauberer, die von bösen verführt werden.

Mit Teil 2 der "Phantastischen Tierwesen" sind wir endgültig zurück im bekannten "Harry Potter"-Universum - und so richtig begeistern kann das wohl nur Fans.

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Genre:
Fantasy
Produktionsjahr:
2018
Produktionsland:
Großbritannien, USA
Zusatzinfo:
mit Johnny Depp, Eddie Redmayne, Jude Law, Dan Fogler
Regie:
David Yates
Länge:
134 Min.
FSK:
ab 12 Jahre
Kinostart:
15. November 2018

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Neue Filme | 14.11.2018 | 06:55 Uhr

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