Stand: 13.03.2017 14:00 Uhr

Effektvoll: Emma Watson tanzt mit dem Biest

Die Schöne und das Biest
, Regie: Bill Condon
Vorgestellt von Walli Müller

Ein sprechender Kerzenständer; Kannen und Tassen, die lustig durchs Märchenschloss springen - "Die Schöne und das Biest" gehört zu den wirklich zauberhaften Disney-Zeichentrickfilmen, und es ist der erklärte Lieblingsfilm von Emma Watson. Die "Hermine" aus den Harry-Potter-Filmen hat schon als kleines Mädchen davon geträumt, "Belle" zu spielen. Das darf sie nun - in der Realverfilmung "Die Schöne und das Biest" als Film-Musical mit echten Schauspielern.

Kann die schöne Belle den verfluchten Prinzen erlösen?

Belle wartet nicht auf einen Prinzen

Belle liebt Shakespeare und macht sich nichts aus Märchenprinzen. Belle war schon im alten Trickfilm eine recht moderne Disney-Heldin - und darf es auch in der Neuverfilmung von Bill Condon bleiben. "Sie interessiert sich für Bücher und die Welt, will lieber herausfinden, wer sie ist, als einen Kerl zum Heiraten zu finden", erklärt der Regisseur.

Den Heiratskandidaten findet sie dann trotzdem, aber Liebe auf den ersten Blick ist es sicher nicht! Man kennt die Story: Ein scheußliches Biest sperrt Belle ins verwunschene Schloss. Dass die beiden füreinander bestimmt sind, ahnt zunächst nur das Hauspersonal.

Viel moderne Tricktechnik

Von der Zofe bis zum Koch sind alle in Möbelstücke verzaubert und warten sehnsüchtig auf Erlösung. Dank moderner Tricktechnik spazieren sprechende Kerzenleuchter, Standuhren und Kommoden auch durch den Realfilm.

Bill Condon hat eine augenzwinkernd lustige und optisch herrlich überladene Version des Disney-Märchens gedreht. Gegen die Rokoko-Schloss-Kulisse wirkt Versailles wie eine Besenkammer! Am hellsten funkelt Emma Watson als Belle. Schade nur, dass man von ihrer professionellen Singstimme in der deutschen Fassung gar nichts mitbekommt. Wer Watson im Original hören möchte, muss sich den englischen Soundtrack kaufen, der neben den alten Hits auch drei neu komponierte Songs enthält.

Ein Film für Musical-Fans

"Die Schöne und das Biest" ist ein Fest für Musical-Fans. Aber auch für alle anderen gut anzuschauen, weil die Balance aus Kitsch und Humor stimmt und weil das Biest tricktechnisch wirklich überzeugt. Durch das Motion-Capture-Verfahren, bei dem die Mimik des Schauspielers aufs Computer-animierte Monster-Gesicht übertragen wird, spiegeln sich echte menschliche Gefühle darin. Rührend, wie das Biest sich - reichlich unbeholfen - um Belle bemüht.

Es ist hier alles eine Spur überdrehter als im Animationsfilm, aber wer ein opulentes Film-Märchen genießen kann, wird sich hier gut amüsieren. 

Die Schöne und das Biest

Genre:
Fantasy-Musical
Produktionsjahr:
2017
Produktionsland:
USA
Zusatzinfo:
mit Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Kevin Kline
Regie:
Bill Condon
Länge:
134 min
FSK:
FSK ab 6 Jahre
Kinostart:
16. März 2017

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 15.03.2017 | 06:40 Uhr

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