Stand: 19.11.2019 19:30 Uhr

Filmfest Braunschweig gestartet

von Janek Wiechers

In Braunschweig hat das 33. Internationale Film Festival begonnen. Eine knappe Woche lang präsentiert es Kurz- und Langfilme, Filmkonzerte und Vorträge. Das Publikumsfestival vergibt zudem wieder eine Reihe von Preisen und empfängt bekannte Filmschaffende und Nachwuchsfilmemacher.

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"Das Piano" mit Holly Hunter in der Hauptrolle gewann drei Oscars und einen Golden Globe.

"Das Piano" von Jane Campion war ein riesiger Erfolg. Der poetische Film mit Holly Hunter in der Hauptrolle rührte ein Millionenpublikum. 1994 gewann der Film neben drei Oscars und dem Golden Globe auch die Goldene Palme in Cannes. Berühmt wurde der Film nicht nur wegen seiner anrührenden Geschichte, sondern auch wegen der Musik von Michael Nyman. Umso erstaunlicher ist es, dass "Das Piano" in Deutschland noch nie zu live gespielter Musik gezeigt wurde. Das hat sich am Dienstagabend geändert - bei der Eröffnung des 33. Internationalen Filmfestivals in Braunschweig. Das Staatsorchester Braunschweig begleitete die eindringlichen Bilder des Films live. Die Filmmusik von Michael Nyman ist immer noch eine der erfolgreichsten der Filmgeschichte - auch fast 30 Jahre nach Erscheinen von Campions Meisterwerk.

Festival zeigt mehr als 100 Lang- und fast 200 Kurzfilme

Am Pult in der Stadthalle Braunschweig stand der britische Dirigent Andrew Berryman. Die von ihm dirigierte deutsche Erstaufführung der von Livemusik begleiteten Film-Projektion bildete den bild- und klanggewaltigen Auftakt des sechstägigen Internationalen Film Festivals Braunschweig. Bis einschließlich Sonntag sind beim Publikumsfestival mehr als 100 Lang- und fast 200 Kurzfilme zu sehen - eine Auswahl von Neuerscheinungen des zurückliegenden Kinojahres, sagt Festivalsprecher Frank Terhorst. "Publikumsfestival bedeutet, dass wir ein sehr breites Spektrum an Filmen bieten. Wohingegen andere Festivals vielleicht auf bestimmte Epochen, Genres oder ähnliches spezialisiert sind."

Die Reihe "Neues Internationales Kino" des Festivals gibt Einblick in das aktuelle Filmschaffen rund um die Welt. Zu sehen sind insgesamt 14 Beiträge aus 13 Ländern wie etwa Polen, Südkorea, Marokko, Russland und Schottland. In der Festivalreihe "Der Heinrich" werden Erstlings- und Zweitwerke junger europäischer Nachwuchsfilmemacher präsentiert. Die Filme konkurrieren um den gleichnamigen Publikumspreis.

Stargast in Braunschweig: Mario Adorf

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Wie er wurde, was er ist und was ihn bewegt, das erzählt Mario Adorf in Dominik Wesselys Film "Es hätte schlimmer kommen können".

Mario Adorf ist der diesjährige Stargast des Filmfestivals in Braunschweig. Er bekommt den mit 20.000 Euro dotierten Hauptpreis "Die Europa". "Mario Adorf bekommt diesen Preis für herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur", sagt Festivalsprecher Frank Terhorst. In seiner langen Karriere hat Adorf in mehr als 200 Filmen mitgespielt. Neben der aktuellen Doku über den 89-Jährigen "Es hätte schlimmer kommen können" von Dominik Wessely zeigt das Filmfestival in einer kleinen Retrospektive sieben seiner bekanntesten Filme. Darunter Volker Schlöndorffs "Blechtrommel" und Helmut Dietls "Kir Royal". Zu sehen ist zudem der Film, der Mario Adorfs Karriere begründete: Robert Siodmaks "Nachts wenn der Teufel kam" von 1957 mit Adorf in der Rolle des angeblichen Frauenmörders Bruno Lüdke.   

Filmfest Braunschweig gestartet

Noch bis zum 24. November zeigt das 33. Internationale Film Festival Braunschweig mehr als 100 Lang- und fast 200 Kurzfilme. Stargast des Festivals ist der Schauspieler Mario Adorf.

Art:
Fest
Datum:
Ende:
Ort:
verschiedene Veranstaltungsorte in Braunschweig

Telefon:
(0531) 702 20 20
E-Mail:
info@filmfest-braunschweig.de
Preis:
Langfilm: 9 Euro, Kurzfilmprogramm: 9 Euro, Filmkonzerte: 15 Euro sowie 5er (40 Euro), 10er (78 Euro) und Dauerkarten (98 Euro)
Hinweis:
Kartenvorverkauf im Universum Filmtheater, im Staatstheater Braunschweig, im C1 Cinema oder online auf www.filmfest-braunschweig.de sowie an den Abendkassen des Veranstaltungsortes.
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 19.11.2019 | 06:40 Uhr

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