Stand: 21.11.2019 16:22 Uhr

Deutscher Kurzfilmpreis in Hamburg vergeben

Jedes Jahr im November wird der Deutsche Kurzfilmpreis von der Bundesregierung verliehen. In diesem Jahr fand die festliche Gala in der Hamburger Elbphilharmonie statt. Ausgezeichnet wurden am Mittwoch insgesamt sechs Filme. 275.000 Euro Preisgeld wurden verteilt. Kooperationspartner der Veranstaltung war die Hamburg Media School (HMS).

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Der Kurzfilm ""Fortschritt im Tal der Ahnungslosen" erhielt den Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises.

Die Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises findet jedes Jahr in einer anderen Stadt statt, wobei Hamburg besonders gut ankommt, weil in der Hansestadt bereits seit über 30 Jahren ein eigenes Kurzfilmfestival existiert - und eine Medienhochschule, die sich der kurzen Form besonders gern verschreibt, weil sie eine eigene, zeitgemäße Art des Erzählens darstellt. "Die Generation Z guckt fast 60 Videos am Tag. Da ist der Kurzfilm genau das richtige Medium", sagte Katharina Schäfer, die Geschäftsführerin der HMS, die die Gala ausrichtete.

Sechs Kurzfilme ausgezeichnet

Prämiert wurden: Hannes Schilling für "Der Proband" (bester Spielfilm bis 30 Minuten Laufzeit), Jürgen Heimüller für "Die letzten fünf Minuten der Welt" (bester Spielfilm bis zehn Minuten Laufzeit), Manuel Abramovich für "Blue Boy" (bester Dokumentarfilm), Maria Teixeira für "Inside me" (bester Animationsfilm) sowie Clara Winter und Miguel Ferráez für "Wir sprechen heute noch Deutsch" (bester Experimentalfilm). Der Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises ging an Sarah Schreier, Stefan Gieren und Florian Kunert für den Film "Fortschritt im Tal der Ahnungslosen". Im Anschluss an die Preisverleihung gehen alle Filme auf eine Tournee durch viele Kinos.

Kurzfilmpreis gibt es seit mehr als fünf Jahrzehnten

Der Bund verleiht den Deutschen Kurzfilmpreis bereits seit mehr als fünf Jahrzehnten, er gilt als die bedeutendste und höchstdotierte Auszeichnung für Kurzfilme in Deutschland. Die Gewinnerfilme bekommen 30.000 Euro und die Goldene Lola. Die übrigen Nominierten erhalten ein Preisgeld von je 15.000 Euro. In diesem Jahr hatten sich die zwölf Nominierten gegen etwa 250 Konkurrenten durchgesetzt. Zu den bisherigen Nominierten gehören auch Werner Herzog, Wim Wenders, Tom Tykwer und Nora Fingscheidt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Matinee | 21.11.2019 | 10:20 Uhr

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