"Atlantic Crossing": Historischer Hintergrund zur Serie

Stand: 05.01.2022 10:21 Uhr

Warum die Geschichte von der Serie "Atlantic Crossing" noch heute von Relevanz ist: insbesondere für ein internationales, amerikanisches Publikum. Hintergründe zur Drama-Serie.

Atlantic Crossing ist eine bislang unbekannte Geschichte im Kontext des Zweiten Weltkriegs. Prinzessin Märtha, die keine politische Erfahrung oder Bedeutung besaß, rückt unerwartet ins Zentrum des Weltgeschehens. Plötzlich gehört sie zum inneren Kreis der Vertrauten des mächtigsten Mannes der Welt, Präsident Franklin D. Roosevelt. Es ist eine Geschichte von weiblicher Stärke.

 

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Bildmontage für die Serie "Atlantic Crossing": Kronprinz Olav (Tobias Santelmann), Kronprinzessin Märtha (Sofia Helin) und Franklin D. Roosevelt (Kyle MacLachlan) © Betafilm

Atlantic Crossing in der ARD Mediathek

Die Serie erzählt die Geschichte der norwegischen Kronprinzessin Märtha, die während des zweiten Weltkriegs in die USA flüchtet. extern

Präsident Roosevelt schickte ein Schiff nach Skandinavien, um Märtha in die USA zu bringen

Szenenbild aus der norwegischen Serie "Atlantic Crossing": Eine Frau steht rauchend mit einem Zettel in der Hand vor einem großen, beleuchteten Spiegel. © NDR/Julie Vrabelová
Märtha bereitet sich auf ihren Auftritt im Madison Square Garden vor.

Als sich herausstellt, dass Kronprinzessin Märtha und ihre Kinder ihr Exil in Schweden verlassen müssen, schickte Präsident Roosevelt die USS American Legion, um sie zu evakuieren. Es folgt eine gefährliche Reise durch minenverseuchte Gewässer, immer in der Angst vor einem deutschen Angriff, weshalb der Präsident Roosevelt große amerikanische Flaggen auf das Schiff malen ließ.

Die enge Freundschaft zwischen dem norwegischen Königshaus und der Familie Roosevelt

Die Kronprinzessin und der Kronprinz von Norwegen bereisten bereits 1939 die USA und wurden persönlich von den Roosevelts eingeladen und in ihren privaten Räumlichkeiten untergebracht. Als Kronprinzessin Märtha ein Jahr später fliehen muss, lädt der Präsident sie und ihre Kinder in seinen engsten Familien- und Freundeskreis ein. Er mochte vor allem die Kinder gern. Von ihnen wurde der Präsident "Patenonkel" genannt.

"Atlantic Crossing": Hilfe der amerikanischen Regierung

Die Bewegung des Nationalen Isolationismus der USA in den 1930-/1940er-Jahren machte es den USA nahezu unmöglich, die alliierten Streitkräfte mit Kriegsschiffen und Munition zu unterstützen, ohne die Neutralität der USA zu gefährden. Kronprinzessin Märtha stand vor der Aufgabe, einen Weg zu finden, der die amerikanischen Neutralitätsgesetze umging, um die militärische Hilfe zu erhalten, die Norwegen für den Sieg über die Deutschen benötigte. Dies bedeutete aber vor allem, Präsident Roosevelt zu überzeugen, seine Wahlversprechen zu brechen.

Märthas Rolle als Vertreterin der norwegischen Regierung

Kronprinzessin Märtha hatte keine offizielle Rolle als Vertreterin der norwegischen Regierung, aber sie hatte in einer Art und Weise Zugang zum Präsident Roosevelt, wie es sonst niemand hatte. Als letzten Ausweg nutzt die Kronprinzessin die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und ihre freundschaftliche Beziehung zum Präsidenten, um ihn auf persönlicher Ebene zu beeinflussen

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Bildmontage für die Serie "Atlantic Crossing": Kronprinz Olav (Tobias Santelmann), Kronprinzessin Märtha (Sofia Helin) und Franklin D. Roosevelt (Kyle MacLachlan) © Betafilm

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Dieses Thema im Programm:

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